US-Kreditkrise zieht am Schweizer Arbeitsmarkt vorbei

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Obwohl die Kreditkrise in den USA finanziell auch Schweizer Banken hart getroffen hat, hat sie bisher keine Auswirkungen auf den helvetischen Arbeitsmarkt für Banker.

Befragte Personalvermittler spüren keinen direkten Einfluss auf die Rekrutierungspraxis der Banken. Herausgestrichen wird dabei, dass die Banken in der Schweiz zwar weiterhin Personal suchen, aber die Anforderungsprofile sehr eng sind. Es würden höchstens ein oder zwei kleine Abweichungen vom gesuchten Kandidatenprofil goutiert.

Ob sich die Banken intern zur vorsichtigen Rekrutierung entschlossen haben, konnten die Headhunter nicht feststellen. "Man kann nicht voraussehen, was passiert", brachte es ein Beobachter auf den Punkt.

Kein Pessimismus

Nur die Stimmung ist ein wenig gedrückter, aber langfristiger Pessimismus ist auch mit Blick auf die von der Kreditkrise betroffenen Grossbanken UBS und Credit Suisse nicht aufgekommen, wie die Entwicklung der Aktienkurse zeigt.

Allerdings gibt es auch vorsichtige Stimmen. "Manchmal erwarte ich schon, dass da noch etwas kommt", sagt ein Zürcher Personalvermittler der namentlich nicht genannt werden möchte. Am Anfang werde immer wenig kommuniziert und dann ziehe die Sache grössere Kreise. Deshalb dürfte es noch mittelbar zu Auswirkungen auf den Schweizer Stellenmarkt kommen.

Derzeit haben die zwei Grossbanken UBS und CS nur in den USA Personalabbau angekündigt. Die UBS will dort 1.500 Mitarbeiter (von weltweit 78.000) entlassen. Die Credit Suisse wird ebenfalls einige hundert Jobs streichen. Bisher wurde der Abbau von 320 Stellen bekannt gegeben, die aber alle in den USA liegen. In der Schweiz betreibt die Bank kein Geschäft mit Hypothekenverbriefungen. Doch schätzt man, dass die Hypokrise nicht vorbei ist und die Banker noch weitere sechs bis 18 Monate in Atem halten könnte.

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