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Neue Chancen für den Finanzplatz Schweiz: CS verlagert 200 Investment Banker von London nach Zürich

Die Steuererhöhungen in Grossbritannien scheinen immer mehr Finanzspezialisten in die Flucht zu schlagen. Nach der Umsiedlung einiger Hedgefonds wie BlueCrest Capital von London nach Genf planen jetzt die Grossbanken laut der NZZ nachzuziehen.

Demnach will die Credit Suisse bis zu 200 Investment Banker aus der City in die Schweiz verlegen. Die Schweizer Grossbank wollte die Meldung zunächst nicht bestätigen.

Auch die UBS sei zu dem Schluss gekommen, dass die Kosten in Zürich niedriger sind als in London. Doch aufgrund der schlechten Unternehmenszahlen und der anhaltenden Bonusdiskussion kommt die UBS nicht zur Ruhe, weshalb auf den Schritt vorerst verzichtet werde.

Jeder Investment Banker bringt durchschnittlich 446.000 Franken mit

Nach den Geschäftszahlen für 2009 zahlt die CS an jeden Investment Banker eine Gesamtvergütung von durchschnittlich 446.000 Franken und die UBS immerhin noch 335.000 Franken.

Unklar war zunächst, ob es sich um eine Front- oder Backoffice-Einheit handelt. Executive Search-Experte Klaus Robert Biermann von BiermannPartners kann sich nicht vorstellen, dass es sich um Einheiten aus den Bereichen Aktienhandel oder Fixed Income handelt. Da diese Bereiche nah an Marktgeschehen und Research sein müssten, sei hier eine Verschiebung schwierig.

Immerhin beschäftigt die CS insgesamt rund 3000 Investment Banker. Kleinere Teams wie beispielsweise im Rohstoffhandel kämen eher in Frage.

Infrastruktur und Kosten in der Schweiz deutlich besser

Die Diskussion um die Verlagerung von Aktivitäten in die Schweiz sei definitiv ein Thema, obgleich noch nicht viele konkrete Schritte absehbar seien. “Infrastruktur, Kosten und die steuerliche Situation sind in der Schweiz besser”, ergänzte Biermann.

Langfristig sieht Biermann gute Chancen für die Entwicklung des Zürcher Finanzplatzes, der das Potenzial hat, Frankfurt abzuhängen. “Der Schweizer Finanzplatz sei sehr interessant – gerade in schnellen Märkten.” Dazu müsse die Schweiz jedoch in der Lage sein, verlässliche Rahmenbedingungen zu gewähren. “Bei rechtlich verlässlicher Basis, dann haben wir gute Chancen”, sagte Biermann.

Mit dem Niedergang des Schweizer Bankgeheimnisses werde auch die Bedeutung des Private Banking für die Schweiz abnehmen. Daher sei es für den Finanzplatz wichtig, neue Geschäftsfelder zu erschließen.

Kommentare (1)

Comments
  1. Da geht’s ja zu wie auf dem Flughafen. Die einen kommen, die anderen gehen. Und unter dem Strich bleibt alles gleich.

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