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Stärkt die Wall-Street-Krise den Finanzplatz Schweiz?

Die Wall Street ist tot – lang lebe der Finanzplatz Schweiz. Findet jedenfalls das Wall Street Journal. Dass auch die UBS im Zuge der Finanzmarktkrise böse unter die Räder gekommen ist, Milliarden abschreiben und die eigenen Aktionäre anpumpen musste – Schwamm drüber.

So schnell dreht sich manchmal eben der Wind. Noch vor wenigen Wochen sorgten sich die Finanzmärkte über die Zukunft der UBS, beschloss das von den Märkten getriebene Institut in einer Art Panikattacke selbst die Spaltung in drei selbständige Einheiten – ergo eine Abkehr vom bis dahin propagierten Modell der “integrierten Investmentbank”.

Nun aber, nachdem drei von fünf US-Investmentbanken wegen zu hoher Wetten auf ungesicherte Immobilienkredite über den Jordan gegangen sind, taugt die Alpenrepublik – und mit ihr die angeschlagene UBS – auf einmal zum Vorbild für die globale Finanzbranche.

In den USA werden künftig die Bank of America, JP Morgan Chase und – mit Abstrichen – die Citigroup die übernehmen, die die UBS und Credit Suisse seit geraumer Zeit in der Schweiz spielen.

Was zunächst gut klingt, hat übrigens einen ziemlich großen Haken: Der wirtschaftliche Erfolg der Schweiz ist nämlich auf Gedeih und Verderb mit den beiden größten Schweizer Banken, UBS und Credit Suisse, verbunden. Entsprechend stark sind die beiden Institute in das politische und ökonomische Machtgefüge auf dem Heimatmarkt eingebunden. Dabei sollte diese Machtballung in einer funktionierenden Marktwirtschaft gerade tabu sein.

Kommentare (2)

Comments
  1. Ob die Schweiz davon profitiert, glaube ich nicht wirklich. Zunächst haben alle Banken etwas davon, die Investmentbanking anbieten – schließlich gibt es jetzt einen Konkurrenten weniger.

  2. Hochmut kommt vor dem Fall. Wer weiß, ob die UBS den ganz Schlamassel selbst überleben wird.

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