Gehen jetzt alle Öl-Trading-Arbeitsplätze nach Genf?

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Genfs Entwicklung im Ölhandel ist ein Warnsignal, was mit dem Londoner Finanzdistrikt passieren könnte, sollten die Banken und Broker das britische Steuerrecht irgendwann als zu belastend ansehen.

Im Laufe der vergangenen zehn Jahre hat es der Finanzplatz Genf geschafft, seinen Status als führenden europäischen Ölhandelsplatz zu zementieren. Wichtige Häuser wie Gunvor, Mercuria und Sempra Energy Trading haben sich dort niedergelassen und haben die Stadt auf eine Höhe mit London gehievt.

Der entstandene Klumpen aus Ölhändlern und anderen Ölunternehmen, ergänzt um günstige Steuern und die attraktive Stadt, übt auf Handelssäle in London eine grosse Anziehungskraft aus. Schliesslich wollen sie möglichst nah am Ort des Geschehens sein.

Erst im November hat das zum Beispile die Nestle Oil Corporation getan. Erst im März startete Trafigura einen neuen Öl- und Energiederivate-Hedgefonds - ebenfalls in Genf, dabei ist das Unternehmen auch in London präsent.

Derzeit scheint die Noble Group die Ausnahme von der Regel zu sein, denn sie baut gerade ein neues Geschäft in London auf und hat nach Aussagen von Headhuntern grosse Expansionspläne.

"Wir beobachten auf jeden Fall einen Trend, sich in Genf niederzulassen", sagte ein Personalberater, der im Auftrag von Noble nach Mitarbeitern sucht. "Dort sind die Steuern niedriger und der Wechselkursänderungen machen das Land attraktiver. Noble hat sich diesem Trend widersetzt."

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