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UBS-Manager verzichten nun doch freiwillig auf Bonus für 2008

Nach wochenlangem Druck hat die UBS-Führung in der Bonus-Frage den geordneten Rückzug angetreten.

UBS-Vorstandschef Marcel Rohner (44) wird wie der gesamte 12-köpfige Vorstand in diesem Jahr keine Gewinnbeteiligung erhalten. Das bestätigte ein Konzernsprecher gegenüber der Zeitung SonntagsBlick.

Hintergrund ist das milliardenschwere staatliche Rettungspaket, mit dem der Fiskus die Bank vor einer existenzgefährdenden Krise bewahrt hat.

Im vergangenen Jahr hatte die Konzernspitze noch Boni in Höhe von 74 Mio. CHF erhalten – trotz eines Verlusts von 4,4 Mrd CHF. Die rund 85.000 Mitarbeiter der UBS erhalten dagegen auch für 2008 eine Gewinnbeteiligung. Diese fällt aber tiefer aus als im vergangenen Jahr. Damals kamen sie in den Genuss von insgesamt rund 12 Mrd CHF.

Gleichzeitig wurde bekannt, dass die UBS zum 1. November die Gehälter von guten Kundenberatern um durchschnittlich 10 Prozent anheben wird. Lohnerhöhungen unter dem Jahr sind eigentlich unüblich.

Die UBS befindet sich jedoch in einer sehr speziellen Situation: Sie muss gute Mitarbeiter bei der Stange halten, denn viele Banker haben die Bank bereits verlassen und sind zur Credit Suisse, den Kantonalbanken, dem Raiffeisenverband, Julius Bär und kleineren Banken wie Wegelin gewechselt.

Gute Private Banker und Kundenberater nehmen bis zu 30 Prozent der von ihnen betreuten Kundenvermögen zum neuen Arbeitgeber mit, wenn sie wechseln. Diesem Abfluss versucht die UBS offenbar entgegenzuwirken.

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