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Londoner Hedge Fonds-Manager bleiben lieber daheim

Die Gelegenheit für die Schweiz scheint günstig zu sein, sich als neues Zentrum der Hedge Fonds-Industrie zu etablieren. Denn die britische Regierung plant kräftige Steuererhöhungen, die so manchem der Hedge Fonds-Manager den Spaß an der Arbeit verdirbt. So wird für Boni über 25.000 Pfund (41.700 Franken) eine Steuer von 25 Prozent fällig. Überdies sollen künftig Einkommen von über 150.000 Pfund (250.000 Franken) mit 50 Prozent besteuert werden.

Fortan drohten mehrere Hedge Fonds mit dem Umzug aus der City an den Genfer See. Um den Weg in Richtung Alpen zu ebnen, hat kürzlich beispielsweise die auf Hedge Fonds spezialisierte Rechtsanwaltswaltskanzlei D. Harris & Co. ein Büro in Zürich eröffnet.

Weniger britische Banker eingewandert als im Vorjahr

Laut den Recherchen der BBC hat eine Delegation von acht Kantonen am Mittwoch in einem Londoner Hotel für die Schweiz als Hedge Fonds-Standort geworben. Diese Aussichten treiben so manchen britischen Politiker bereits den Angstschweiß auf die Stirn. So hat der Londoner Bürgermeister Boris Johnson vor einem Exodus von 9000 Bankern gewarnt.

Doch die Freude in der Schweiz über die Umsiedlung einer ganzen Branche dürfte verfrüht sein. Dies geht zumindest aus den jüngsten Daten des Bundesamtes für Migration hervor. Demnach haben in 2009 gerade einmal 1079 britische Staatsbürger aus der Finanzdienstleistungsbranche eine Aufenthaltsgenehmigung in der Schweiz erhalten. Das sind 7 Prozent weniger als im Vorjahr.

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