☰ Menu eFinancialCareers

Trotz Finanzkrise führen Banker bei Gehaltszuwächsen

Die Wirtschaftskrise hat noch kaum auf die Schweizer Löhne durchgeschlagen, berichtet Bilanz. Seit 2007 ist das durchschnittliche Arbeitseinkommen demnach um 7,5 Prozent gestiegen, bei den Frauenlöhnen machten sich jedoch negative Trends bemerkbar.

Ausgerechnet die Banken brillierten mit einem Plus von 7 Prozent; Bundesbeamte erhielten 4,3 Prozent mehr und Revisoren 4 Prozent. Mit tieferen Branchenlöhnen mussten sich neben Uhrenindustrie und Feinmechanik die Beratung, der Grosshandel oder das Autogewerbe abfinden.

Bei der Mehrzahl der Berufe sind die Saläre gestiegen, zum Teil markant. Der Durchschnittslohn ist seit der letzten Auswertung im September 2008 um 2,6 Prozent von 6610 auf 6779 Franken gestiegen, der Medianlohn hat um 1,9 Prozent zugelegt. Seit Beginn der Erhebung Mitte 2007 stieg das durchschnittliche Arbeitseinkommen damit um insgesamt 7,5 Prozent.

Mit 11?.577 Franken beziehen Geschäftsführer nach wie vor das höchste durchschnittliche Monatssalär, gefolgt von Verkaufsleitern mit 9.938 Franken und Key Account Managern (8.558 Franken), welche die Consultants (8.549 Franken) auf Platz vier verdrängt haben. Aufgeholt haben insbesondere die Ingenieure, die wegen des Ingenieurmangels mit durchschnittlich 7.981 Franken (plus fünf Prozent) vom achten auf den sechsten Gesamtrang vorrückten.

Freilich profitierten nicht alle gleichermassen vom steigenden Lohntrend. Bei den Berufen erzielten vor allem die höher entlöhnten wie Verkaufsleiter, Ingenieure oder Bankangestellte nennenswerte Steigerungen, während bei den mittleren Salären nur Bankangestellte und Hochbauzeichner überdurchschnittlich zulegten. Bei den Branchenlöhnen sind die Unterschiede noch markanter.

Bei den Boni schlägt sich die seit nunmehr zwei Quartalen dauernde Krise deutlicher nieder. Von den Top 10 weisen nur drei Branchen nach oben: die Banken, die Revision und die Telekommunikation.

Die Banken haben sich trotz Finanzkrise gegenüber dem letzten Vergleich um drei Plätze auf den ersten Rang verbessert. Bis auf Beratung und Grosshandel waren alle anderen Branchen mit zum Teil markanten Abschlägen konfrontiert. Im Gesundheitswesen etwa betrug die Reduktion 6.200 Franken, bei den Versicherungen 4.000 und in der Uhrenbranche rund 3.000 Franken oder minus 13,7 Prozent.

Ausbildung lohnt sich, aber nicht jede, wie die Salärstagnation beim Nachdiplomstudium belegt. Mit 3,2 Prozent die höchsten Lohnsteigerungen bezogen die Absolventen einer Universität oder einer Lehre, die Fachhochschüler mussten sich mit 2,6 Prozent begnügen. Die Akademiker erhielten monatlich brutto 8690 Franken auf ihr Salärkonto überwiesen, die Fachhochschulabsolventen bezogen rund 670 Franken weniger.

Kommentare (0)

Comments

Ihr Kommentar wird gerade geprüft. Nach erfolgreicher Prüfung wird es live gestellt.

Antworten

Pseudonym

E-Mail

Alle Informationen zu unseren Community-Richtlinien finden Sie hier