Trotz roter Zahlen wird UBS Boni an Mitarbeiter zahlen

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Obgleich die UBS voraussichtlcih im abgelaufenen Geschäftsjahr tiefrote Zahlen geschrieben hat, steht Bankchef Oswald Grübel zu den Bonuszahlungen an seine rund 69.000 Mitarbeiter. Die Grossbank könne ansonsten nicht im Wettbewerb bestehen, wie Grübel in einem Interview mit dem Sonntag betonte.

"Wir sind nun eben in dieser Industrie, da können wir nicht als einzige Bank unseren Angestellten sagen: Weil ihr bei der UBS arbeitet und weil sie dieses Jahr noch aufgeräumt hat und insgesamt unter Umständen Geld verliert, kriegt ihr keine Boni - während andere Banken erfolgreich waren und zahlen. Dann gehen alle Leute weg von der UBS", sagt Grübel.

Der UBS-Chef warnte vor den Folgen einer Bonusstreichung: "Dann würde die Bank nicht mehr führbar sein. Das ist weder im Interesse des Landes noch im Interesse der Aktionäre."

Im Vergleich zur Vergangenheit habe die Grossbank ihre Bonuszahlungen verringert. Überdies seien die Zusatzzahlungen aufgrund der Finanzkrise branchenweit gesunken, hiess es weiter. "Aber wir müssen hier mitmachen - solante die Industrie Boni zahlt", sagte Grübel.

Aufgrund der schlechten Ergebnisses der Bank verzichtete Grübel indes selbst auf seine variablen Gehaltsbestandteile: "Ich werde natürlich keinen Bonus beziehen. Denn die Firma macht keinen Profit. Es muss eine Vorbildfunktion geben." Der UBS-Chef bezieht jedoch ein Festgehalt von 3 Mio. Franken.

Die Zahlen für das vierte Quartal 2009 will die UBS am 9. Februar präsentieren.

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