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Wieso bei der UBS Entlassungen anstehen und bei der Credit Suisse nicht

Fiona Swaffield, Analystin von Execution Noble, hat eine interessante Studie erarbeitet, in der die Flexibilität der Kostenbasis und die Anzahl der Neueinstellungen in den vergangenen zwölf Monaten verglichen werden.

Die Tabelle zeigt, dass die meisten Einstellungen von BarCap (+16 Prozent im Jahresvergleich zwischen Juni 2009 und Juni 2010) und der Credit Suisse getätigt wurden (+10 Prozent im Jahresvergleich zwischen Juni 2009 und Juni 2010). Auch die UBS und die Deutsche Bank haben im laufenden Jahr neues Personal angeworben, doch im Vergleich zu Juni 2009 fällt der Effekt neutral oder negativ aus.

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Quelle: Execution Noble

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Quelle: Execution Noble

Die Kostenflexibilität bei der Credit Suisse

Doch während die Cost/Income-Ratios bei BarCap und UBS in 2010 dramatisch angestiegen sind, scheint diejenige der Credit Suisse konstant zu bleiben. Obgleich die Credit Suisse seit 2009 mehr neues Personal angeworben hat als UBS und BarCap und obgleich die Neueinstellungen auch im laufenden Jahr weitergingen, oszilliert die Cost/Income-Ratio um 71 Prozent.

Laut Swaffield ist die Credit Suisse unter den großen europäischen Banken am besten in der Lage, Kosten abzubauen – ohne Stellen zu streichen. Denn die Credit Suisse zahlt einen Großteil ihrer Vergütungen in Boni, statt in Festgehältern und die Bank setzte in der Finanzkrise die Zahlung zeitverzögerter Vergütungsbestandteile fort.

Eben der letzte Punkt ist besonders wichtig, denn Banken, die ihre verzögerte Bonusauszahlung während der Krise stoppten, um sie anschließend wieder einzuführen, sind mit einem Höcker in ihren diesjährigen Personalkosten konfrontiert, da die erste Tranche für 2009 ausgezahlt werden musste.

Für die UBS handelt es sich bei diesem Höcker um ein besonderes Problem. Denn die UBS weist bereits mit 79,2 Prozent die höchste Vergütungsquote unter den großen europäischen Banken auf. Darüber hinaus hat sie die Gehälter deutlich angehoben und muss zusätzlich zeitverzögerte Bonuszahlungen in Höhe von 1,5 Mrd. Franken für 2009 verkraften. Solange die Erträge nicht anziehen, bleibt der UBS somit kein anderer Ausweg, als Stellen zu streichen. Eben dies bleibt der Credit Suisse erspart.

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