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Schweizer Banken stellen wieder kräftig ein: Kantonal- Raiffeisenbanken an der Spitze

Bei der Beschäftigtenzahl im Schweizer Bankgewerbe hat die Finanzkrise nur moderate Spuren hinterlassen. So fiel die Mitarbeiterzahl in 2009 insgesamt um 2576 Stellen oder -2,4 Prozent auf 107.500 Vollzeitstellen, wie aus dem “Bankenbarometer” hervorgeht, das die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) jetzt veröffentlicht hat.

Vor allem die beiden grossen Institute haben sich beim Stellenabbau unrühmlich hervorgetan. UBS und Credit Suisse bauten 5,9 Prozent ihrer Stellen ab. Dagegen trotzten die aufs Inlandsgeschäft spezialisierten Institute der Krise. So wuchs die Zahl der Vollzeitstellen bei den Kantonalbanken um 2,1 und bei den Raiffeisenbanken sogar um 4,4 Prozent. Auch die Privatbanken verzeichneten einen Beschäftigungsaufbau von 2,2 Prozent.

Branche kommt mit einem blauen Auge davon

Damit kommt die Branche mit einem blauen Auge davon. Denn im Vorkrisenjahr 2006 lag die Beschäftigung aller Schweizer Banken lediglich bei 104.200 Mitarbeitern (Vollzeitstellen).

Für 2010 zeigen die Zahlen wieder nach oben. Laut SBVg legte die Beschäftigung im ersten Halbjahr um 0,5 Prozent zu, was 459 Vollzeitstellen entspricht, und auch für das zweite Halbjahr rechnen die meisten Institute mit einer stabilen Entwicklung.

“Vor allem im Retail-, Private Banking und Handelsgeschäft möchten deutlich mehr Bankinstitute den Beschäftigungsbestand aufstocken”, heisst es im Bankenbarometer 2010.

Die meisten Bankangestellten arbeiten immer noch für UBS und Credit Suisse

Trotz des Stellenabbaus in 2009 bleiben die Grossbanken der weitaus wichtigste Arbeitgeber für Bankfachkräfte in der Schweiz. 37,2 Prozent aller Bankangestellten arbeiteten bei UBS und Credit Suisse.

Laut dem Bankenbarometer können sich die Geschäftszahlen für 2009 durchaus sehen lassen: “Der Geschäftserfolg erhöhte sich zwar gegenüber 2008 um 10,8 Prozent auf CHF 54,3 Mrd., liegt aber immer noch deutlich unter den Werten der Jahre 2005-2007.”

Aus der Finanzkrise haben die Schweizer Banken ihre Lehre gezogen und sich anscheinend im grossen Ausmass von risikobehafteten Wertpapieren getrennt. So verminderte sich die Bilanzsumme aller Schweizer Institute um 13,4 Prozent.

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