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Wirtschaftsprüfer planen Einstellungsoffensive in der Schweiz

Es klingt wie eine Geschichte aus dem Schlaraffenland. Die Wirtschaftsberatungsgesellschaft KPMG kündigte am Montag (5. Oktober) in London an, in den kommenden drei Jahren 8000 Mitarbeiter in Europa neu einstellen zu wollen. Nur einen Tag später hat der Mitbewerber Ernst & Young nachgezogen und seine Pläne zur Einstellung von 10.000 Mitarbeitern über die nächsten drei Jahre in der Region Europa, Mittlerer Osten, Indien und Afrika präsentiert.

Die Gründe für diesen Stellensegen klingen bei beiden Unternehmen ganz ähnlich. So springe die Konjunktur wieder an und der Beratungsbedarf steige gerade im produzierenden Gewerbe aufgrund anstehender Restrukturierungen. Auch die wachsende Regulierung der Finanzmärkte und Banken wirkt sich wie ein Beschäftigungsprogramm bei den sogenannten Big 4 aus.

Allein PwC will die Einstellungen in der Schweiz um 40 Prozent steigern

Eine Umfrage von eFinancialCareers.ch bei PwC, Deloitte, KPMG und Ernst & Young zeigt, dass auch die Schweiz von diesem Trend profitieren wird. So heisst es beispielsweise bei einem Unternehmen: “PwC hat sowohl weltweit als auch in der Schweiz eine klare Wachstumsstrategie. Wir planen z.B. dieses Geschäftsjahr für die Schweiz 40 Prozent mehr Leute zu rekrutieren als im letzten Jahr.” Schon heute beschäftigt PwC gut 2600 Mitarbeiter in der Schweiz.

Bei dem kleineren Mitbewerber Deloitte, der in der Schweiz etwa 1000 Beschäftigte zählt, fällt die Einstellungsoffensive relativ zur Grösse noch deutlicher aus. “Deloitte plant, im kommenden Jahr rund 300 neue Mitarbeiter in der Schweiz einzustellen”, heisst es seitens des Unternehmens.

KPMG mit derzeit rund 1600 Beschäftigten in der Schweiz hält sich indes bei konkreten Zahlen zurück: “KPMG wird in den nächsten Jahren den Mitarbeiterstand auch in der Schweiz deutlich erhöhen.” Auch Ernst & Young konnte für die Schweiz keine Angaben machen, bestätigte jedoch die Einstellungsoffensive in Europa.

Nicht nur Absolventen gesucht

Dabei brachen die Einstellungen bei den Big 4 auch während der Finanzkrise nicht völlig ab, um die ausscheidenden Mitarbeiter zu ersetzen. “Der Turnover ist in Krisenzeiten geringer, weil sich weniger Leute einen neuen Job suchen, aber im Gegenzug sinken auch die Einstellungszahlen”, heisst es bei Deloitte. Mithin genügte in den vergangenen Jahren oftmals die Rekrutierung von Uniabsolventen, um die Lücken zu füllen.

Diese Zeiten scheinen vorbei zu sein, denn die Big 4 halten ausdrücklich auch nach berufserfahrenem Personal Ausschau. “Wir suchen Professionals und Young Professionals, welche Erfahrung in der Wirtschaftsberatung, Steuer- und Rechtsberatung oder Wirtschaftsprüfung mitbringen und Graduates, welche in diese Bereiche einteigen möchten”, betont PwC.

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