Sarasin setzt Expansionsstrategie fort, doch Mitarbeiter profitieren kaum

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Die vermögenden Kunden scheinen Sarasin ihr Geld geradezu aufzudrängen. Im ersten Halbjahr verzeichnete der Basler Wealth Management-Spezialist Neugeldzuflüsse von 14 Prozent oder 6,4 Mrd. Franken. Somit verwaltet das Institut mittlerweile insgesamt 96,2 Mrd. Franken, wie aus den heute (29. Juli) vorgelegten Geschäftszahlen hervorgeht.

Der Unternehmensgewinn stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11,5 Prozent auf auf 60 Mio. Franken. Dagegen legte die Mitarbeiterzahl nur moderat um 3,6 Prozent auf 1595 Beschäftigte zu, wozu ein überproportionales Wachstum im Ausland von 7,6 Prozent auf 529 Beschäftige beitrug.

Neue Standorte in Deutschland und Indien

So eröffnete die Bank neue Standorte in Nürnberg, Warschau und Wien sowie in den indischen Metropolen Mumbai und Neu Delhi. "Die Bank, die bereits geografisch gut diversifiziert ist, will in Zukunft noch gezielter auf Kernmärkte mit entsprechendem Wachstumspotenzial setzen. Der Fokus der Bank liegt auf einzelnen ausgewählten europäischen Ländern wie Deutschland sowie den Wachstumsmärkten im Mittleren Osten und Asien", heisst es von der Bank.

Doch aufgrund der Schliessung des spanischen Aktivitäten sank die Zahl der ausländischen Kundenberater seit Jahresende von 184 auf nur noch 179 Personen, wohingegen die Zahl in der Schweiz von 243 auf 251 zunahm. Der Anteil des Kundenberaterteams am Gesamtpersonal verminderte sich um 0,4 Prozentpunkte auf 27 Prozent.

Personalaufwand pro Kopf steigt nur um wenige hundert Franken

Trotz des Erfolges klingelt es eher Leise in den Portemonnaies der Mitarbeiter: Der Personalaufwand legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum lediglich um 4,2 Prozent auf 175,6 Mio. Franken zu. Pro Mitarbeiter zahlte Sarasin durchschnittlich gut 110.000 Franken im ersten Halbjahr, was nur marginal höher ist als im Vorjahreszeitraum.

"Das Halbjahresergebnis 2010 zeigt, dass sich unsere Strategie langfristig bewährt und dass unser Management die Wachstumsinitiativen zielgerichtet auf die attraktivsten Märkte ausrichtet. Ausserdem weisen wir einen unbedeutenden Anteil nicht deklarierter Vermögen auf, was uns mittelfristig wichtige Vorteile verschafft. Unabhängig von den regulatorischen Entwicklungen streben wir an, bis Ende 2012 keine nicht deklarierten Gelder mehr zu verwalten", sagte Verwaltungsratspräsident Christoph Ammann.

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