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Personal gesucht: Commerzbank eröffnet fünf Firmenkundenfilialen in der Schweiz

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Die Mittelstandsbank des zweitgrössten deutschen Kreditinstituts bläst zum Angriff auf die Schweiz. Laut einer mit den Vorgängen vertrauten Person will die Bank fünf Filialen in der Schweiz neu eröffnen – und zwar in Basel, Bern, Luzern, Lausanne und St. Gallen. Die ersten Filialen sollen bis Jahresende ihre Türen öffnen. Bislang ist die teilverstaatlichte deutsche Bank lediglich mit einer Niederlassung am Zürcher Utoquai vertreten.

Dem Vernehmen nach sucht die Commerzbank noch nach geeignetem Personal mit Erfahrungen im Firmenkundengeschäft. Der Umfang der Neueinstellungen sei indes noch offen. „Das fängt zunächst mit zwei, drei Leuten klein an“, sagte die Person. Auch ein Headhunter, der namentlich nicht genannt werden möchte, bestätigte die Aktivitäten der Commerzbank auf dem Schweizer Arbeitsmarkt.

Erst gestern hatte Mittelstandsbank-Chef Markus Beumer in einem Interview mit der „Welt“ die Wachstumspläne bei den Eidgenossen bekräftigt: „Wir werden innerhalb  der kommenden zwei Jahre eine Filiale in São Paulo gründen. Ausserdem werden wir auch in der Schweiz lokales Mittelstandsgeschäft aufbauen. Dazu eröffnen wir gleich mehrere regionale Filialen.“

Die Schweizer Grossbanken würden das Mittelstandsgeschäft vernachlässigen. „Die machen nur Kapitalmarktgeschäft und Vermögensverwaltung, den Rest überlassen sie kleineren Häusern wie den Kantonalbanken. Da gibt es durchaus grosses Potenzial für die Commerzbank“, betonte Beumer. Es handle sich indes um ein reines Firmenkundengeschäft und kein Private Banking.

Die Mittelstandsbank stellt traditionell den Gewinnmotor der Commerzbank dar. Allerdings schwächelte die Sparte im ersten Quartal. Die Erträge vor Risikovorsorge sanken im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp 8 Prozent auf  728 Mio. Euro; das operative Ergebnis brach sogar um ein Drittel auf 325 Mio. Euro ein. Dennoch belief sich die Aufwandsquote weiterhin auf sehr gute 44,6 Prozent.

Beumer führte die üppigeren Gewinne in der Vergangenheit teilweise auf Sondereffekte zurück: „Wir hatten 2009 viel Geld für mögliche Kreditausfälle zurückgelegt, zu denen es gar nicht kam, weil sich die Wirtschaft überraschend schnell erholt hat. Deshalb mussten wir 2011 und 2012 praktisch kein zusätzliches Geld für Wertberichtigungen aufbringen. Nun sind diese Reserven aber aufgezehrt und es kehren wieder normale Zeiten ein.“

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