Und immer lockt Asien: Julius Bär will Zweitsitz in Singapur aufbauen

eFC logo

Der Drang der Banken nach Asien ist ungebrochen. Vor rund einem Jahr kündigte die britische Grossbank HSBC an, den Sitz ihres Bankchefs Michael Geoghegan von London nach Hongkong zu verlegen. Nichts macht deutlicher, wo heutzutage die Musik in der Weltwirtschaft spielt.

Der Verlagerungstrend erreicht jetzt auch den Finanzplatz Zürich. So spielte Julius Bär-Chef Boris Collardi in einem Interview mit dem Gedanken, einen zweiten Hauptsitz der Privatbank in Singapur aufzubauen. Doch schon ab 2011 will Collardi jedes Jahr einen Monat in Asien verbringen, das Collardi bereits als "zweite Heimat" bezeichnet.

Aufgrund der 120jährigen Tradition von Julius Bär in Zürich sei eine Verlagerung der Bank nach Asien "unrealistisch". "Doch ich kann mir vorstellen, dass wir mehr als einen Hauptsitz unterhalten - einen in der Schweiz und einen zweiten in Asien, auf den Kompetenzen übertragen werden könnten", sagte Collardi.

In kürzester Zeit konnte Julius Bär in Asien den Anteil der verwalteten Vermögen von null auf 10 Prozent steigern. Die Zahl der Mitarbeiter stiegt in Singapur von 26 in 2006 auf aktuell rund 300 Beschäftigte. 100 weitere arbeiten in Hongkong für die Privatbank.

Beliebte Berufsfelder

Loading...

Jobs suchen

Artikel suchen

Close