Julius Bär Gruppe hat 2008 in der Schweiz 126 Stellen geschaffen

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Die schlechten Nachrichten beim Vermögensverwalter Julius Bär reissen nicht ab. Wenige Wochen nach dem Selbstmord von Vorstandschef Alex Widmer wurde ein obskurer Brief an die Bankenaufsicht bekannt, der den Aktienkurs um 40 Prozent abstürzen liess.

Der nach Pictet landesweit zweitgrösste Vermögensverwalter dementierte den Bericht, der ausgerechnet am Tag der Bilanzpräsentation publik wurde, zwar umgehend, der Schaden dürfte das Management aber noch lange beschäftigen.

Apropos beschäftigen: Die Mitarbeitenden konnten sich zuletzt über sichere Arbeitsplätze freuen. Während die beiden Grossbanken UBS und Credit Suisse wegen der milliardenschweren Verluste im Investmentbanking nicht um drastische Stellenstreichungen herumkommen, hat Julius Bär die Zahl der Beschäftigten weiter gesteigert.

Wie aus dem Geschäftsbericht hervorgeht standen Ende 2008 bei der Holding und ihren Tochtergesellschaften 4.335 (4.099) Mitarbeitende unter Vertrag. Das waren 5,8 Prozent mehr als Ende 2007.

Dabei hat die Holding im Ausland überproportional Personal aufgebaut. Während die Zahl der Vollzeitstellen in der Schweiz binnen Jahresfrist um 4,7 Prozent auf 2.825 (2.699) wuchs, kletterte dieser Wert im Ausland um 7,9 Prozent auf 1.510 (1.400).

Die Tochtergesellschaft Bank Julius Bär beschäftigte Ende vergangenen Jahres 3.009 Vollzeitmitarbeiter, das waren 195 mehr als Ende 2007. Die Mitarbeiterzahl im Asset Management kletterte um 48 auf 1.261. Dagegen verringerte sich dieser Wert für den Bereich Group Functions in diesem Zeitraum um sieben auf 65.

Wie aus einer Präsentation im Internet hervorgeht, hat Julius Bär die Zahl der Relationship-Manager weltweit um 69 auf 619 erhöht.

Gegenwärtig sucht das Unternehmen einen "Relationshipper" für die Niederlassung in Frankfurt und mehrere erfahrene Professionals für die Zentrale in Zürich.

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