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Sind Schweizer Großbanken Sanierungsfälle?

Die beiden Schweizer Großbanken UBS und Credit Suisse spüren die Hypothekenkrise am eigenen Leib. Allen voran die UBS – die am stärksten betroffene Bank in Europa. Der dramatische Verfall des Aktienkurses belegt, wie entschlossen die Investoren das Weite suchen. Auch viele institutionelle Anleger haben ihre UBS-Positionen bereits verkauft. Noch ist offen, wie gut oder schlecht die Bank aus der Krise herauskommt. Die Credit Suisse ist zwar weniger stark betroffen, wird vom Markt aber dennoch in Sippenhaft genommen.

Im Fokus steht das Investmentbanking, weil hier die milliardenschweren Verluste anfielen. UBS will diesen Bereich nun deutlich verkleinern. Mittlerweile hat sich aber auch die Eidgenössische Bankenkommission (EBK) eingeschaltet. Die Aufsichtsbehörde will die Banken zu einer besseren Eigenkapitalausstattung verpflichten.

EBK-Direktor Zuberbühler verlangt eine massive Erhöhung der Eigenmittel, berichtet die NZZ. Ausserdem müsse eine Eigenkapitalquote definiert werden, die nicht unterschritten werden darf. Zwar kommen mit diesen Massnahmen Mehrkosten auf die Banken zu, aber die Alternative wäre das Verbot oder die Einschränkung des Geschäftsfelds Investment Banking. Umgesetzt werden sollen die Pläne aber erst, wenn es den Banken wieder besser geht.

Die Zeitung Sonntag will erfahren haben, dass die Banken künftig eine EK-Quote von 4 Prozent haben müssen. Derzeit sind die UBS mit 2 Prozent und CS mit 3 Prozent unterwegs. Weil auch das “gewichtete Eigenkapital” erhöht werden soll, bräuchte die UBS eine Kapitalerhöhung von mehr 40 Milliarden Franken und Credit Suisse eine von mehr als 30 Milliarden Franken, so die Zeitung weiter, Die Banken sind über die Pläne der EBK bereits informiert und haben bis zum Herbst Zeit, sich zu äußern. Dann will die EBK entscheiden.

Finden Sie das Vorgehen der EKB richtig? Oder sollten die Banken ohne Verdikt der Behörden wieder selbst gesund werden?

Kommentare (3)

Comments
  1. Ja, klar. Das Ende ist nah … ob mit oder Behörde. Großteile des Investmentbanking müssen weg. Das trifft übrigens vor allem die Kollegen in London und New York.

  2. Ich finde dass Problem haben sich die Banken selber eingebrockt und dann sollen sie es auch selbst lösen. Wenn die Banken den Zahlungsumlauf nicht mehr sicherstellen können, sollte man dafür eine staatliche Institution gründen. Es kann nicht sein, dass die Privatwirtschaft sich auf Kosten der Allgemeinheit saniert und Milliardengewinne einsteckt. Und weltweit gesehen gibt es immer noch genug Banken. Da haben sich die Schweizer eben verzockt, weil sie besser sein wollten als der Rest – im Investmentbanking. Siehe Swissair.

  3. Ich bin sicher dass die zwei Banken in fünf Jahren besser da stehen als jetzt . Wenn die Nacht schwarz ist, kommt der Morgen. War an der Börse immer so.

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