Private Banker dringend gesucht

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Das Vermögen der Deutschen wächst - und damit auch die Nachfrage nach Experten, die es verwalten können.

Die Deutschen werden immer reicher. Ein wachsendes Bruttosozialprodukt, steigende Zinsen und vor allem steigende Börsenkurse sorgten in den letzten Monaten dafür, dass die Vermögen der Deutschen weiter wuchsen. Im Rahmen ihres aktuellen "World Wealth Reports 2007" ermittelten Merrill Lynch und das Beratungsunternehmen Capgemini ein Wachstum der Anzahl an High Net Worth Individuals (HNWIs), also der Personen mit einem Vermögen von mehr als einer Million US-Dollar, in Deutschland um 4,1%.

Dies bedeutet: 2006 stieg die Anzahl der für die professionellen Vermögensverwalter besonders interessanten Kunden um 11.000 auf 798.000. "Das Niveau der weltweiten Vermögensbildung eröffnet Vermögensverwaltungsfirmen ein enormes Potenzial", kommentiert Christine Stapf, Managing Consultant der Global Financial Services bei Capgemini Consulting das Ergebnis des Reports.

Das Potenzial auf dem deutschen Markt heben will nun verstärkt beispielsweise das Schweizer Bankhaus Vontobel. Dirk Drechsler, der neue Verantwortliche für Deutschland, Österreich und Liechtenstein bei Vontobel, plant, das Personal in den deutschen Büros Vontobels "in höchstens 3 Jahren" zu verdoppeln und neben Frankfurt, München und Köln neue Niederlassungen zu eröffnen.

Vermögensverwaltung steht im Mittelpunkt

Dabei spielt die Vermögensverwaltung eine zentrale Rolle in den Plänen der Schweizer. Derzeit verwalten 20 Relationship Manager Assets im Wert von rund 8 Mrd. Schweizer Franken.

Das Auffinden geeigneter Kandidaten wird dabei für Vontobel allerdings wohl nicht einfach - die Nachfrage übertrifft derzeit bei weitem das Angebot. Die Personalberatung Kienbaum bestätigt, dass derzeit neue Mitarbeiter zur Beratung vermögender Kunde "händeringend gesucht" werden. Bereits jeder dritte Suchauftrag von Finanzdienstleistern an Kienbaum stamme demzufolge aus dem Bereich der Vermögensverwaltung.

Im Kampf um qualifizierte Mitarbeiter versuchen die Institute den Personalberatern zufolge mit weichen Faktoren wie flexiblen Arbeitszeiten oder Eigenverantwortung bei potenziellen Mitarbeitern zu punkten. Dabei haben Schweizer Banken in Deutschland wohl sicherlich nicht die schlechtesten Karten - die UBS etwa liegt einer Erhebung der Stephan Unternehmens- und Personalberatung zufolge im Ansehen von Private Bankern weit vorn.

Im Hinblick auf Beratungs-Know-how, Image, Dienstleistungsqualität und Performance liegt die UBS im Raum Frankfurt nach Ansicht der Private Banking-Experten zusammen mit der Vermögensverwaltungssparte der Deutschen Bank, dem Bankhaus Metzler, Hauck & Aufhäuser und Sal. Oppenheim unter den Top Five.

Auch wenn der "World Wealth Report" für die Zukunft eher moderatere Wachstumsraten vorhersagt, dürften die beruflichen Aussichten für Vermögensverwalter weiterhin glänzend bleiben.

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