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Bank von Roll geht Anfang Februar in Zürich an den Start

Zehn Monate nach der überraschenden Ankündigung nimmt die Privatbank Bank von Roll Anfang Februar in Zürich den Betrieb auf. Das teilte der Mutterkonzern, der auf Isolationsprodukte spezialisierte Industriekonzern Von Roll, am Montag mit.

Das neue Institut will sich “nach alter Väter Sitte” im klassischen Private Banking etablieren, und Privatkunden und Institutionelle Investoren ansprechen, sagte der Vorstandsvorsitzende Cyrill Escher zu eFinancialCareers. Gegenwärtig beschäftigt die neue Bank “ein dutzend Mitarbeiter”.

Bank von Roll werde das Geld der Kunden in Aktien, Obligationen und Edelmetallen investieren. Die anhaltende Finanzkrise habe den Zeitpunkt der Bank nicht beeinflusst, so Escher weiter. Zum einen sei die Entscheidung bereits vor mehr als einem Jahr gefallen. Zum anderen verfolge die Bank langfristige Ziele. Escher: “Wir wollen nicht nur 2009 erfolgreich sein, sondern langfristig.”

Den Hinweis, dass es bereits viele Banken am Schweizer Finanzplatz gebe und gerade die Grossbanken Personal eher ab- als aufbauen, lässt Escher für sein Institut nicht gelten. “Auch in der Finanzkrise gibt es einen Bedarf nach seriösen Private-Banking-Dienstleistungen”, so der Vorstandsvorsitzende.

Eine Expansion an andere Standorte schließt Escher zum jetzigen Zeitpunkt aus. Nichtsdestotrotz sucht Escher noch nach Kundenberatern. Allerdings kommen nur “Private Banker mit Berufserfahrung” in Betracht, die den “Beweis eines nachhaltigen Kundenportfolios erbracht” haben und “sehr seriös auftreten”.

Bank von Roll ist bereits das dritte Geldhaus, das Escher gründet. 1998 hat er bereits die Bank Wegelin Liechtenstein AG und drei Jahre später die Bank Frey, für die er als CEO von 2001 bis 2006 tätig war, aus der Taufe gehoben. Einem kurzem Abstecher als “Executive Vice President” bei Lombard Odier Darier Hentsch folgte vor gut einem Jahr der Ruf, die Bank von Roll zu gründen.

Die Idee, eine Bank zu gründen, geht auf die Von Roll Holding zurück, die wiederum seit der “Machtübernahme” im August 2007 vom deutschen Investor und Bankier August von Finck, 77, kontrolliert wird.

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