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Genfer Hedgefonds muss wegen Finanzkrise Mitarbeiter entlassen

Die Finanzmarktkrise hat nun auch die eidgenössische Hedgefonds-Szene erreicht. Der erst vor zwei Jahren vor der britischen Börsenaufsicht nach Genf geflüchtete Manager Philippe Jabre hat einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge neun Mitarbeiter entlassen und das Büro in Singapur geschlossen.

Der langjährige Starfondsmanager bei der britischen Hedgefondsgesellschaft GLG Partners war im August 2006 von der Börsenpolizei FSA wegen Marktmissbrauchs drei Jahre zuvor mit der Rekordgeldstrafe von 750.000 Pfund belangt worden.

Da seine Lizenz mit dem Ausscheiden bei GLG im Frühjahr 2006 ungültig geworden war, siedelte der gebürtige Libanese im Herbst des gleichen Jahres in die Schweiz über.

Im Frühjahr 2007 ging seine Firma Jabre Capital Partners mit einem Startkapital von drei Mrd. Dollar und 65 Mitarbeitern an den Start.

Der Experte für “Convertible Arbitrage” erzielte in den darauffolgenden Monaten wie zu seinen besten Zeiten hohe Gewinne – bis ihm die Finanzkrise einen Strich durch die Rechnung machte. Investmentbanken strichen ihren Hedgefondskunden die Kreditlinien zusammen, und das auf Hedgefonds abzielende zeitweilige Verbot von Leerverkäufen gab ihm dann den Rest.

Nach UBS-Schätzungen haben “Convertible Bonds” seit Mai fast die Hälfte an Wert verloren. Jeder, der in Convertible Bonds investiert ist, hat gerade keine gute Zeit, sagte Jacob Schmidt, Gründer der Londoner Beratungsgesellschaft Schmidt Research Partners.

Michael Karp, Chef der in New York ansässigen Personalberatung Options Group sagt der Hedgefondsbranche einen Aderlass von 10.000 Arbeitsplätzen noch in diesem Jahr voraus. Bislang seien bereits bis zu 5.000 der weltweit 150.000 Hedgefondsjob gestrichen worden, heißt es in einem Bloomberg-Bericht.

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