UBS feuert Chef des Investmentbanking und entlässt Personalmitarbeiter

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Der Chef des Investmentbanking bei der UBS, Jerker Johansson, muss die Grossbank nach nur einem Jahr wieder verlassen. Seinen Job übernehmen Alex Wilmot-Sitwell und Carsten Kengeter in einer Doppelspitze.

Napier Scott.

Johansson hatte seine Stelle an der Spitze der krisengeschüttelten UBS-Sparte erst im März letzten Jahres angetreten. Der heute 52-jährige Schwede hatte damals die Stelle von Huw Jenkins übernommen, der im Herbst 2007 den Hut nehmen musste, als die Grossbank den ersten Milliardenabschreiber im Zuge der Kreditkrise bekanntgeben hatte.

Der 48-jährige Brite Alex Wilmot-Sitwell ist seit 1996 für die UBS tätig und Mitglied der Konzernleitung. Seit Januar 2008 ist er Co-Leiter der Regionen Europa, Naher Osten und Afrika. Diese Funktion gibt er ab.

Der 42-jährige Carsten Kengeter stiess im September 2008 zur UBS und ist Co-Leiter des Handels mit Anleihen, Währungen und Rohstoffen (Fixed Income, Currencies and Commodities, FICC) innerhalb der Investmentbank. Diese Funktion behält er auch mit dem Wechsel an die Spitze der Investmentbank. In der Sparte FICC ist der grösste Teil der Milliarden-Abschreibungen angefallen.

In seiner neuen Funktion werde Kengeter auch Einsitz in die Konzernleitung nehmen, heisst es in der Mitteilung weiter. Der Deutsche war von Goldman Sachs zur UBS gewechselt.

Doch nicht nur an der Führungsspitze der Investmentbank wird kräftig gesägt. Die Finanzkrise hat offenbar auch die Mitarbeiter in der Personalabteilung erreicht. Die Zahl der in der Schweiz beschäftigten 400 Personaler soll nach einem Bericht von Cash Onlineum ein Drittel gesenkt werden.

Der Abbau ist Teil des vor Wochenfrist angekündigten Stellenabbaus. Bis Ende 2010 will die UBS 8.700 Stellen streichen, davon 2.500 in der Schweiz. Zwischen 1.200 und 1.500 UBS-Angestellte in der Schweiz sollen die Kündigung erhalten. UBS Schweiz beschäftigt zur Zeit rund 26.000 Mitarbeiter.

Die UBS soll zudem in Frankreich bis 60 Prozent des Personals in der Vermögensverwaltung abbauen. Die Abteilung umfasst rund 350 Mitarbeiter.

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