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Ade Niederlande: Sarasin-Management will Rabobank ihren Anteil abkaufen

Die Niederländisch-Lehrbücher können die meisten der 434 Beschäftigten der Bank Sarasin einmotten. Denn das Management um Sarasin-Chef Joachim Strähle strebt laut der englischen Financial Times ein Management-Buyout an. Noch hält der niederländische Genossenschaftskonzern Rabobank 68,6 Prozent der Stimmrechte an dem Basler Vermögensverwalter.

“Es ist kein Geheimnis, dass wir gerne ein Management-Buy-Out machen wollen”, sagte Strähle und ergänzte: “Wir reisen jetzt häufiger in die Niederlande.” Offizielle Verkaufsverhandlungen wurden indes noch nicht aufgenommen.

Für das Aktienpaket der Rabobank ist ein Kaufpreis von 3 Mrd. Franken im Gespräch, was gegenüber dem Schlusskurs von Donnerstag einen Aufpreis von stolzen 23 Prozent bedeuten würde. Finanziert werden soll der Deal durch Investoren aus dem Nahen Osten, Asien und der Schweiz.

Die Rabobank war bei Sarasin in 2007 eingestiegen. Doch mittlerweile wollen sich die Niederländer mehr auf das angestammte Geschäft mit Retailkunden und der Landwirtschaftsfinanzierung konzentrieren. Verkaufsverhandlungen mit der Zürcher Privatbank Julius Bär waren indes im vergangenen Jahr gescheitert.

Als Risiko werten Marktbeobachter den Anteil von Schwarzgeldern unter den verwalteten Kundenvermögen von gut 103 Mrd. Franken. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte Sarasin einen Vorsteuergewinn von 117 Mio. Franken erwirtschaftet.

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