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Ausblick: UBS soll 2,9 Mrd. Franken Boni zahlen

Die Vorlage der UBS-Geschäftszahlen am morgigen Dienstag (9. Februar) dürften auch die Beschäftigten der Schweizer Großbank mit Spannung erwarten. Laut einem Bericht des Sonntag müssen sich die Banker mit Boni in Höhe von 2,9 Mrd. Franken begnügen. Dabei wollte die UBS eigentlich sogar 4 Mrd. Franken an variablen Vergütungen zahlen, die jedoch nach energischem Einspruch der Schweizer Finanzmarktaufsicht (Finma) um eine Mrd. Franken abgesenkt worden sein sollen.

Verluste von 3 bis 3,5 Mrd. Franken erwartet

Pikant an den Bonuszahlungen: Marktbeobachter rechnen mit einem Verlust der UBS in 2009 von 3 bis 3,5 Mrd. Franken, nach Verlusten im Vorjahr von sogar 21 Mrd. Franken.

Der neue UBS-Chef Oswald Grübel hatte bereits vor einer Woche die Bonus-Zahlungen verteidigt: “Wir sind nun eben in dieser Industrie, da können wir nicht als einzige Bank unseren Angestellten sagen: Weil ihr bei der UBS arbeitet und weil sie dieses Jahr noch aufgeräumt hat und insgesamt unter Umständen Geld verliert, kriegt ihr keine Boni – während andere Banken erfolgreich waren und zahlen. Dann gehen alle Leute weg von der UBS”, sagte Grübel.

Daher seien die Bonusstreichungen weder im Interesse der Aktionäre noch des Landes. Für seine eigene Person schloss der UBS-Chef indes Boni aus und muss sich mit seinem Grundgehalt von 3 Mio. Franken begnügen: “Ich werde natürlich keinen Bonus beziehen. Denn die Firma macht keinen Profit. Es muss eine Vorbildfunktion geben.”

Rückehr in die Gewinnzone im vierten Quartal?

Von besonderem Interesse für Aktionäre und Mitarbeiter dürfte die Geschäftsentwicklung im vierten Quartal gewesen sein. Eine Rückkehr der UBS in die Gewinnzone in den letzten drei Monaten des Jahres dürfte als positives Zeichen verstanden werden. Im dritten Quartal hatte das Institut noch einen Vorsteuerverlust von 593 Mio. Franken eingefahren

Überdies dürfte die Frage im Mittelpunkt stehen, ob die Nettomittelabflüsse im Bereich Wealth Management weitergehen. So haben die Kunden bis September etwa 90 Mrd. Franken von der UBS abgezogen.

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