Job-Wechsel: Grosses Stühlerücken in deutschen Aufsichtsräten

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Im Vorfeld der beginnenden Hauptversammlungs-Saison geben die börsennotierten deutschen Banken die geplanten Veränderungen in ihren Aufsichtsgremien bekannt. Daneben dreht sich das Personalkarussell insbesondere in den Kapitalanlagegesellschaften.

Die Bonner Postbank schlägt ihrer am 19. Mai stattfindenden Hauptversammlung vor, den 38-jährigen Jörg Asmussen als Nachfolger von Manfred Schüler in den Aufsichtsrat zu wählen. Asmussen ist bisher Abteilungsleiter für Internationale Finanzmarkt- und Währungspolitik im Bundesfinanzministerium und soll als neuer Vertreter des Bundes im Aufsichtsrat der Bonner Kreditinstituts die Geschäfte der Deutschen Postbank überwachen. Neben den Aufsichtsräten der IKB Industriebank und der Euler Hermes Kreditversicherungs-AG ist Asmussen derzeit auch im Mittelstandsrat der KfW Bankengruppe vertreten.

An der Spitze des Aufsichtsrats der DAB Bank kommt es zu einem vorzeitigen Wechsel. Christine Licci, seit Jahresbeginn 2005 als Vorstand des DAB-Mutterkonzerns HypoVereinsbank (HVB) verantwortlich für den Privatkundenbereich, soll von der am 13. Mai stattfindenden Hauptversammlung der Direktbank in den Aufsichtsrat gewählt werden und dort den Vorsitz von Stefan Jentzsch übernehmen. Dies geht aus einer Veröffentlichung der HVB im Bundesanzeiger hervor. Jentzsch, als HVB-Vorstand verantwortlich für den Bereich "Corporates & Markets", legte bereits am 9. März sein Mandat nieder.

Der Aufsichtsrat der Frankfurter SEB hat Mats Larsson, Acting Head of Retail, und William Paus, Leiter der Handelsbereiche und stellvertretender Leiter des Geschäftsfeldes Merchant Banking, zu Generalbevollmächtigten ernannt. Die Ernennungen stehen Angaben der SEB zufolge im Zusammenhang mit den zu Jahresbeginn 2005 erfolgten Veränderungen im Vorstand der Deutschlandtochter des schwedischen Bankkonzerns. Ende Januar 2005 hatte Fredrik Boheman im Zuge des Ausscheidens von Dr. Thomas Altenhain den Vorstandsvorsitz und Wolfgang Argelander Funktion des Finanzvorstandes übernommen.

Immobilienberater: Atisreal stellt Berndt ein

Der 33-jährige Robert Berndt verstärkt ab sofort als "Senior Consultant" den Bereich Valuation-Services des Frankfurter Immobilienberaters Atisreal Consult. Der graduierte Volkswirt und MRICS Berndt war zuvor bei Jones Lang LaSalle in London und der Westdeutschen Immobilienbank tätig.

Investmentbanking: Patel neuer Vize bei Goldman

Sanjay Patel ist neuer Vize-Chef des Europäischen Private-Equity-Geschäfts der Investmentbank Goldman Sachs. Das berichtet die Financial Times Deutschland.

Andrew Lockhart verlässt Dresdner Kleinwort Wasserstein. Die Gründe für den Abgang Lockharts wollte eine Sprecherin von DrKW Bloomberg zufolge nicht kommentieren. Nach sechsjähriger Tätigkeit für die Investmentbank übergibt der Leiter der Abteilung Aktienanalyse seine Position an Kai Kaufmann. Kaufmann beobachtet bislang als Analyst in London Internet- und Satellitenunternehmen. Lockhart arbeitete vor seiner Tätigkeit bei Dresdner Kleinwort Wasserstein in London und in Frankfurt für die britischen Investmentbank Flemings.

Der Wagniskapitalgeber Wellington Partners hat der FTD zufolge zwei neue General Partner. Erich Schlick, ehemaliger Forschungschef von BASF Pharma, und Thomas Widmann, Gründer des Arzneimittelherstellers Actelion, verstärken die Abteilung Life Sciences.

Edelmetalle: DrKW verliert Führung

Mit Christoph Eibl, Vice President für Edelmetalle und Rohstoffe in Frankfurt, verlässt innerhalb kürzester Zeit das dritte Mitglied das Edelmetallteam der Investmentbank Dresdner Kleinwort Wasserstein. Der genaue Zeitpunkt für den Weggang Eibls steht Angaben der Financial Times Deutschland zufolge noch nicht fest. Zuvor wechselte bereits Alexander Zumpfe vom Edelmetallteam in eine andere Abteilung, Produktmanager Wolfgang Wrzesniok-Rossbach wechselte zum Edelmetallhaus Heraeus.

Fondsmanagement: Lee managt Hendersons Japan-Fonds

Die Experten von "Der Fonds.com" berichten, der "Henderson Horizon Japanese Smaller Companies Fund" werde ab sofort von Yun-Young Lee gemanagt. Er übernehme den Investmentfonds von Andrew Millward, der ihn seit Januar 2002 betreut habe und künftig den "Henderson Japan" leite. Zuletzt liess die Performance des Fonds einiges zu wünschen übrig. Nebenwerte-Spezialist Lee solle nun das Ruder wieder herumreissen. Der Wechsel habe aufgrund einer Umstrukturierung des im November 2004 aus der Zusammenlegung der Bereiche Asien-Pazifik und Japan entstandenen Asien-Teams stattgefunden, wie der Brancheninformationsdienst unter Berufung auf Henderson berichtet. Lee arbeite seit Januar dieses Jahres für Henderson. Zuvor war er vier Jahre als Analyst für japanische Nebenwerte bei der Fondgesellschaft Putnam Investment tätig gewesen.

Im Zuge der Neuverteilung hat auch der "Henderson Horizon Japanese Equity Fund" einen neuen Co-Manager bekommen: Ab sofort manage Michael Wood-Martin gemeinsam mit Jeremy Hall den in Japan investierenden Aktienfonds, berichtet "Der Fonds.com". Wood-Martin löse damit William Garnett ab, der sich in Zukunft ausschliesslich auf die Leitung des Asien-Teams konzentriere. Wood-Martin ist bereits seit 16 Jahren bei Henderson beschäftigt; vor der Gründung des Asien-Teams hatte er gemeinsam mit William Garnett den Bereich Japan geleitet.

Dr. Udo Schmidt-Mohr ist vom Aufsichtsrat der Fondsgesellschaft Deka Investment mit sofortiger Wirkung zum ordentlichen Mitglied der Geschäftsführung bestellt worden. Der 44-jährige Schmidt-Mohr war bereits seit 1. April 2003 als stellvertretendes Mitglied der Geschäftsführung verantwortlich für die Portfoliokonstruktion, Portfolioimplementierung und das Orderdesk für alle Wertpapierfonds. Schmidt-Mohr ist seit Oktober 1997 bei der Deka Investment. Bevor er in die Geschäftsführung der Gesellschaft berufen wurde, leitete er die Abteilung Quantitative Produkte.

Odeniyaz Japarov hat eine neue Aufgabe: Der Fondsmanager arbeitet gemäss Brancheninformationsdienst "Der Fonds.com" künftig bei Griffin Capital Management, einer Fondsgesellschaft in Gibraltar. Ende März hat der 34-jährige Osteuropa-Spezialist die Fondsgesellschaft Warburg Invest verlassen. Dort hatte er seit Mai 2002 den erfolgreichen Osteuropa-Fonds "Nestor-Osteuropa" gemanagt. Damals hatte Japarov den Fonds von Jürgen Kirsch übernommen, dem späteren Gründer von Griffin Capital Management. Der hat ihn nun wieder abgeworben. Bei Griffin wird Japarov ebenfalls im Fondsmanagement arbeiten. Welchen Osteuropa-Fonds er übernimmt, ist jedoch noch nicht bekannt.

Der Niederländer Jacob De Wit wird neuer Leiter des Fixed Income Teams bei F&C Asset Management. Gleichzeitig wird er zum Mitglied des Executive Management Committees von F&C berufen. De Wit löst in der Leitung des 40 Mitarbeiter starken Teams Helene Williamson ab, die sich als Head of Emerging Markets Debt künftig verstärkt auf die Bereiche Fondsmanagement und Schwellenländeranleihen konzentriert. De Wit war zuvor seit 2001 bei der niederländischen Vermögensverwaltung SNS Asset Management als Managing Director tätig, nachdem er drei Jahre lang das Fixed Income Team von AXA Investment Managers in den Niederlanden, Belgien und Luxemburg geleitet hatte.

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