Besiegeln die USA Schicksal der UBS?

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Nach dem amerikanischen Subprime-Schock wartet schon die nächste Hiobsbotschaft auf die UBS. Wieder braut sich in den USA neues Ungemach zusammen. Diesmal trifft es aber die Sparte Private Banking und somit das wirkliche Kerngeschäft des weltgrössten Vermögensverwalters.

Ein hochrangiger Private Banker der UBS sitzt bereits seit Anfang Mai in den USA fest, wie der "Tages-Anzeiger" letztens berichtete. Offenbar wird ihm die Ausreise verweigert. Und im Hintergrund steht der Name Bradley Birkenfeld, ein Ex-UBS-Banker, der in den USA wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung angeklagt ist.

Die UBS ist zwar nicht direkt angeklagt, doch die US-Behörden prüfen, ob die Bank die amerikanischen Gesetze verletzt hat. Jetzt hat Birkenfeld sich entschlossen, mit den US-Behörden zu kooperieren, schreibt das "Wall Street Journal". Am 9. Juni will er Kundennamen nennen. Dann könnte es für die UBS doch eng werden. Möglicherweise muss sie Daten und weitere Kundennamen herausgeben.

Mögliche Strafe Banklizenzentzug

Sollte sich schliesslich bestätigen, dass die UBS gegen amerikanische Gesetze verstossen hat, könnten die Strafen bis zum Entzug der Banklizenz in den USA reichen.

Mittlerweile haben deshalb sogar schon diplomatische Kontakte zwischen Vertretern der Schweiz und der USA stattgefunden. Gravierende Probleme der UBS in den USA dürften nämlich auch den Ruf des Finanzplatzes Schweiz ramponieren. Immerhin verwaltet die UBS mehr als die Hälfte aller von Schweizer Banken gemanagten Vermögen.

Auch der Präsident der Schweizerischen Bankiervereinigung, Pierre Mirabaud, nimmt die Sache ernst, wie er der "Sonntags-Zeitung" sagte. Allerdings sieht er eher einen Fall UBS als einen Fall Finanzplatz Schweiz. Für das Bankgeheimnis befürchtet er keine Konsequenzen. Da gebe es immer mal wieder Druck von aussen.

Ist für die grösste Schweizer Bank das Tal der Tränen noch nicht zu Ende?

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