Das ultimative Ranking: Welche Schweizer Banken am besten zahlen

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Die Bilanzsaison neigt sich dem Ende zu und auch der Dolf-Day dürfte bei den meisten Banken vorüber sein. An diesem "Day of long faces" (Dolf) erfahren die Mitarbeiter die Höhe ihrer Boni für das vorangegangene Geschäftsjahr. Und dieses denkwürdige Datum dürfte bei den meisten Schweizer Häusern seinem traurigen Namen alle Ehre gemacht haben. So hat fast jeder dritte Teilnehmer bei einer Online-Umfrage von eFinancialCareers.ch angegeben, dass sein Bonus für 2010 schlechter ausgefallen sei als im Vorjahr.

Nachdem die Karten für 2010 gewissermassen auf dem Tisch liegen, vergleicht eFinancialCareers.ch, welche der Schweizer Banken ihre Mitarbeiter am besten bezahlten. Dazu haben wir nicht nur den Personalaufwand der Gesamtbank auf die Stellenzahl umgelegt, sondern diesen Wert auch für die einzelnen Geschäftsbereiche ermittelt.

Insgesamt hat Vontobel die Nase vorn

Als bestbezahlende Schweizer Bank konnte sich haarscharf Vontobel gegenüber der Credit Suisse durchsetzen. So liess Vontobel für jeden Mitarbeiter durchschnittlich 291.735 Franken springen, was knapp 600 Franken mehr als bei der Credit Suisse sind. Dagegen beläuft sich der Unterschied zur drittplatzierten UBS auf stolze 30.000 Franken. Mithin scheint es keinesfalls gleichgültig zu sein, an welcher Ecke des Paradeplatzes der eigene Arbeitgeber residiert.

Allerdings profitiert Vontobel davon, dass das Institut anders als die beiden Grossbanken kein dicht geknüpftes Filialnetz für Retail- und kleine Geschäftskunden in der Schweiz unterhält. Denn die geringeren Gehälter im Filialgeschäft drücken auch den durchschnittlichen Personalaufwand. Dieser Effekt zeigt sich deutlich am vergleichsweise schlechten Abschneiden der Zürcher Kantonalbank (ZKB).

Quelle: Geschäftsberichte

Auch im Private Banking schiebt sich Vontobel an die Spitze

Obgleich die beiden Schweizer Grossbanken im Wealth Management-Geschäft globale Riesen sind, schneiden UBS und Credit Suisse bei der Bezahlung eher schlecht ab. So reservieren sich Vontobel mit rund 260.000, Sarasin mit 250.000 und Julius Bär mit 230.000 Franken die Spitzenplätze.

Das vergleichsweise schlechte Abschneiden der Credit Suisse liegt wiederum daran, dass dort das Schweizer Retailgeschäft in den Geschäftsbereich Private Banking einfliesst. Überdies fehlen einige klingende Namen in dem Ranking wie Pictet & Cie. oder Lombard Odier aus der Romandie, da diese Häuser keine Geschäftszahlen veröffentlichen.

Quelle: Geschäftsberichte

Im Investmentbanking sind UBS und Credit Suisse spitze

Dagegen gilt im Investmentbanking die alte Weisheit, wonach die grossen (Raub-)Tiere an der Spitze der Nahrungskette stehen. Mit einem durchschnittlichen Personalaufwand pro Kopf von über 400.000 Franken zeigt sich die UBS gegenüber ihren Mitarbeitern am grosszügigsten, dicht gefolgt von der Credit Suisse mit etwa 388.000 Franken. Damit schneiden die beiden Schweizer Grossbanken auch im internationalen Vergleich sehr gut ab.

Doch auch hier gibt es einen Haken: Das Investmentbanking beider Häuser wird zu einem wesentlichen Teil von London oder New York aus betrieben, womit nicht allzu viele Schweizer Mitarbeiter in den Genuss des Geldsegens geraten dürften.

Quelle: Geschäftsberichte, Bei Sarasin handelt es sich um die Geschäftseinheit Trading & Family Offices

Gemischtes Bild im Asset Management

Die Asset Manager werden indes bei der Credit Suisse mit gut 373.000 Franken am besten entlohnt - vor Vontobel mit etwa 342.000 und UBS mit knapp 319.000 Franken. Dabei konnten die Asset Manager in 2010 bankübergreifend vor allem aufgrund der guten Aktienmärkte beim Gehaltsunterschied gegenüber den Investmentbankern aufholen. Bei Vontobel kassierten die Asset Manager durchschnittlich sogar fast 40.000 Franken mehr als die Kollegen aus dem Investmentbanking.

Quelle: Geschäftsberichte

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