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Alternative Investments: Neue Ernst & Young-Studie untersucht Folgen der geplanten EU-Regulierung

Als Lehre aus der Finanzkrise will die EU die alternativen Investments wie Hedgefonds, Private Equity, aber auch Immobilien enger an die Leine zu nehmen. Als Vorbild für die sogenannten Alternative Investment Fund Managers Directive (AIFM) gelten die UCIT-Direktiven, über die schon seit Jahren konventionelle Investmentfonds in der EU geregelt werden.

Dabei tobt jedoch unter den Mitgliedstaaten, der EU-Kommission und dem EU-Parlament ein Kampf, der für Außenstehende kaum noch zu durchblicken ist. Dabei dürften die Auswirkungen für die Branche, den Standort Luxemburg und die Beschäftigten in jedem Fall gravierend sein.

Zu diesem Ergebnis kommt auch eine neue Studie der Unternehmensberatung Ernst & Young, die am heutigen Freitag (1. Oktober) in Luxemburg vorgelegt wurde und ein wenig Licht ins Dunkel bringt: “Wir glauben, dass die Direktive Folgen haben wird, die weit über einfache Compliance hinausgehen”, heißt es in der Studie.

Demnach werden auch die Beschäftigten die Auswirkungen der AIFM zu spüren bekommen – nicht zuletzt im Geldbeutel. Denn die Vergütungspolitik soll ein effektives Risikomanagement fördern und das Eingehen exzessiver Risiken vermeiden. Derartige Argumente sind hinreichend aus der Bonusdiskussion bei den Banken bekannt. Mit der neuen EU-Direktive dürften ähnliche Regelungen auch auf Hedgefonds, Private Equity-Fonds und geschlossene Fonds zukommen.

Auch die Zeiten der Verschwiegenheit bei der Bezahlungen in der Branche dürften mit der AIFM der Geschichte angehören. So müssen in den Jahresberichten dieser Anlagevehikel detaillierte Angaben zur Vergütung gemacht werden und zwar aufgesplittet nach Festgehalt und Bonuszahlungen. Dass so manche dieser Regelungen bereits in der Branche praktiziert wird, dürfte dabei nur ein kleiner Trost sein.

Die schärfere Regulierung könnte auch die Kosten der alternativen Investmentvehikel signifikant erhöhen, was beispielsweise die Anforderungen an die Wertpapierverwahrung betrifft. “Sie dürften die Kosten steigern und die Verwahrer davon abhalten, risikoreiche oder geringer entwickelte Finanzmärkte abzudecken”, schreibt Ernst & Young. Und höhere Kosten bedeuten geringere Gewinne und weniger Spielraum bei der Bezahlung.

Doch die höhere Regulierungsdichte wird auch einige Gewinner haben wie z.B. Compliance-Mitarbeiter, Rechtsberater oder aber Wirtschaftsberatungsunternehmen, die sich in dem neuen Dickicht auskennen.

So heißt es denn auch in der Studie: “Ernst & Young denkt, dass eine bedeutende Anzahl von Fusionen, Übernahmen, Ausgliederungen, Liquidierungen, Standortwechsel und Outsourcing als Folge dieser Regulierung und anderer regulatorischer Veränderungen in Europa und Übersee ausgelöst werden.”
Die gesamte Studie kann hier abgerufen werden.

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