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Aufbau der Luxemburger CFA-Society leidet noch immer unter den Folgen der Finanzkrise

Die Finanzkrise hat den Aufbau der CFA-Society in Luxemburg verlangsamt. Die Zahl der Mitglieder des Berufsverbandes mit dem renommierten Finanzdiplom stieg in 2010 nur 2 Prozent auf 154 Personen an, wie aus dem jetzt erschienenen Jahresbericht der CFA-Society im Großherzogtum hervorgeht. Im gleichen Zeitraum wuchs die Mitgliedschaft europaweit um 9 Prozent auf gut 15.000 und weltweit um 5 Prozent auf gut 100.000 Personen an.

Dies führte der Vizepräsident der Luxemburger CFA-Society Philippe Bernard u.a. auf die Folgen der Finanzkrise zurück: “Wir haben hier am Finanzplatz weniger Arbeitsplätze als in den vergangenen Jahren.”

Rund zwei Drittel der Beschäftigten im Finanzdienstleistungssektor stammten aus dem Ausland. “Viele Beschäftigte verbringen als Junior einige Jahre in Luxemburg und ziehen dann weiter”, sagt Bernard.

Viele Grenzgänger, die in Luxemburg arbeiten und in den Nachbarländern wohnen, würden oftmals die Mitgliedschaft in den CFA-Societies ihrer Herkunftsländer bevorzugen. Dabei sei eine Doppelmitgliedschaft beispielsweise in Luxemburg und Deutschland kein Problem.

Auch rund zwei Drittel der Luxemburger CFA-Mitglieder kommen aus dem Ausland. “Das macht Spaß, mit Leuten mit verschiedenen Background und Herkunft etwas gemeinsam zu machen”, ergänzte Bernard.

Große Bedeutung der Big 4

Nach den Statistiken des Jahresberichts sind die meisten Mitglieder (28 Prozent) im Portfolio Management tätig, was etwas über dem europäischen Durchschnitt von 26 und dem internationalen von 22 Prozent liegt. Auch der Anteil der Mitglieder aus den Bereichen Accounting und Auditing liegt mit 7 Prozent über dem europäischen (2 Prozent) und dem globalen Mittel (3 Prozent). Das gleiche gilt für CFA-Holder aus dem Private Banking mit 5 Prozent in Luxemburg und 2 bzw. 1 Prozent in Europa oder weltweit.

Umgekehrt liegt der Anteil der Mitglieder, die in Research und Analyse arbeiten, mit 4 Prozent deutlich unter dem europäischen (12 Prozent) und dem internationalen Durchschnitt (14 Prozent).

Bei den Kandidaten für das begehrte CFA-Diplom verschieben sich die Schwerpunkte noch stärker. Dort stammt in Luxemburg sogar ein Viertel aus dem Bereich Accounting und Auditing, was Bernard auf die große Bedeutung der Big 4 in Luxemburg zurückführt.

Karriereevent am 12. Mai geplant

Insgesamt wurden in Luxemburg in 2010 385 Kandidaten für das CFA-Diplom gezählt, was immerhin 20 Prozent mehr als im Vorjahr waren. Bei 145 handelte es sich um Neueinsteiger, die sich für den ersten der drei CFA-Level bewarben.

Als Höhepunkte der CFA-Society in 2010 hob Bernard Infoveranstaltungen zum CFA hervor, wie sie u.a. mit der Luxembourg School of Finance und der Uni Saarbrücken durchgeführt wurden und sehr gut besucht waren. Für 2011 kündigte Bernard einen Karriereevent der CFA-Society am 12. Mai an.

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