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Zahl der Banker im Großherzogtum im ersten Quartal 2009 gesunken

Die Finanzkrise schlägt sich nun auch auf die Beschäftigung im Großherzogtum nieder. Wie die Finanzaufsichtsbehörde mitteilte, fiel die Zahl der Mitarbeiter im Bankgewerbe im ersten Quartal
auf 26.973.

Damit ist ein fünfjähriger Aufschwung am Arbeitsmarkt zu Ende gegangen. Ende Dezember 2008 waren bei den 152 Banken in Luxemburg (Vorjahr: 156) noch 27.205 Menschen beschäftigt. Das entsprach einem Zuwachs im Vergleich zu 2007 von rund vier Prozent.

Dagegen ist der Gewinn der Luxemburger Banken im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2007 um 81 Prozent auf 564 Mio. Euro geschrumpft. Das geht aus dem Jahresbericht 2008 der Finanzaufsichtsbehörde CSSF hervor, der gleichzeitig mit dem Bericht zum ersten Quartal 2009 veröffentlicht wurde.

Der Gewinn der Banken ist vor allem wegen Abschreibungen und Rückstellungen im Zuge der weltweiten Finanzkrise um 81 Prozent auf 564 Mio. Euro gesunken. Die Kurseinbrüche an de Börsen und hohe Mittelabflüsse setzten auch Investmentsfonds zu. Das verwaltete Vermögen schrumpfte um 24,3 Prozent auf 1.559,7 Mrd. Euro.

Dagegen wuchs die Zahl der Fonds trotz Finanzkrise um 503 auf 3 371. Auf besonderes Interesse stießen die spezialisierten Investmentfonds, die gemessen an ihrer Zahl um 46 Prozent, und gemessen an ihren Nettoaktiva um 11,4 Prozent stiegen.

Wenig Bewegung gab es bei den Pensionsfonds. Auch bei den Verbriefungsgesellschaften, eine Nische, in die bei ihrer Schaffung 2004 große Hoffnung gesetzt wurde, fand keine nennenswerte Entwicklung statt.

Anders bei den Risikokapitalfonds. Mit der Sicar-Gesetzgebung hat sich Luxemburg einen günstigen Rahmen gegeben, um den Wachstumsmarkt der außerbörslichen Beteiligungsfinanzierung (“Private Equity”) zu einem neuen Standbein des Finanzsektors auszubauen.

Die Zahl dieser Gesellschaften stieg 2008 von 182 auf 221. Zur Zeit liegen der CSSF noch 54 Anträge auf Genehmigung vor.

Die Krise ließ allerdings auch nicht die SICAR unbeschadet. Mehrere Projekte, die mit Hilfe von Risikokapital gestartet werden sollten, wurden vorübergehend auf Eis gelegt, andere wurden definitiv gestoppt.

Die Zahl der Dienstleister des Finanzsektors (PSF) hat ebenfalls erneut zugenommen. Die PSF-Mitarbeiterzahl stieg um rund 12 Prozent auf 13.605.

Zuguterletzt hat auch die CSSF selbst in neues Personal “investiert”. Wegen des zunehmenden Regulierungs- und Abstimmungsbedarfs in Europa und mit dem Rest der Welt kletterte die Mitarbeiterzahl auf 308 (2007: 286).

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