☰ Menu eFinancialCareers

Luxemburg bleibt trotz Abflüssen Spitzenreiter im Fondsgeschäft

Die Investmentfondsbranche bekommt die Finanzkrise zu spüren. Anleger haben europaweit seit Jahresbeginn 193 Milliarden Euro aus UCITS-Fonds abgezogen, teilte der europäische Fondsverband Efama mit. In diesem schrumpfenden Markt konnte Luxemburg seine Position als Marktführer verteidigen.

Mit einem Anteil von 30,1 Prozent bei UCITS-Fonds (“Undertakings for Collective Investments in Transferable Securities”; deutsch: OGAW – “Organismus für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren”) liegt das Großherzogtum weiter auf Platz 1 in Europa vor Frankreich (23,2 Prozent) und Irland (11,2 Prozent).

Auch bei Aktien- und Anleihefonds belegt Luxemburg vor Frankreich und Großbritannien den ersten Platz. Bei Misch- und Geldmarktfonds landet Luxemburg hinter Frankreich aber nur auf Rang 2.

Als einzige Produktkategorie konnten Geldmarktfonds in diesen turbulenten Zeiten an Volumen zulegen. Efama hat ein Plus von 72 Mrd. Euro seit Jahresbeginn errechnet. Aktien- und Anleihefonds hingegen haben in der gleichen Zeit 134 bzw. 105 Mrd. Euro an Volumen verloren. Dies erklärt den Rückgang des Volumens der Luxemburger Investmentfonds.

Wie die Branche mit den Geldabflüssen umgehen wird, muss sich erst noch zeigen. In der Vergangenheit verbuchte sie jährliche Milliardenzuwächse. 2007 war das Volumen europaweit noch um 47 Mrd. Euro gewachsen – 2006 waren es sogar 348 Mrd. Euro.

Efama erklärt die Geldabflüsse mit den abstürzenden Aktienkursen, den Turbulenzen an den Kreditmärkten und dem folgenden Vertrauenseinbruch bei den Anlegern.

Auch der schärfere Wettbewerb durch die Banken, die auf der Suche nach frischem Kapital sind, hat der Branche nicht geholfen. Im Gegenteil: Viele Gelder sind von Investmentfonds auf Bankkonten gewandert.

commentaires (0)

Comments

Votre commentaire est en attente de modération. Il apparaîtra sur le site une fois validé

Réagissez

Pseudo

Adresse e-mail

Consultez notre règlement concernant notre communauté ici