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Finanzkrise trifft Luxemburg nach IWF-Prognose am härtesten

Das Wirtschaftswachstum Luxemburgs kannte jahrelang nur eine Richtung: nach oben. Das ehemalige Stahl-Land wandelte sich in den vergangenen 30 Jahren in einen beliebten Finanzstandort, in dem sich mehr als 150 überwiegend ausländische Banken niederließen.
Inzwischen verfügt das Großherzogtum über das größte Angebot an Investmentsfonds und ist der zweitgrößte Geldmarkt in Europa.

Experten des Internationalen Währungsfonds (IWF) sehen Luxemburg nun vor der größten Krise seit der Stahlkrise. Kein EU-Land sei stärker betroffen als das Großherzogtum, heißt es in einem vierseitigen Bericht des IWF über Luxemburg.

Die Experten schätzen, dass in diesem Jahr die Wirtschaft um 3,8 Prozent schrumpfen wird – das wäre mehr als doppelt soviel, wie die luxemburgische Statistikbehörde Statec schätzt. Laut IWF ist das Wachstum von heute auf morgen im dritten Quartal 2008 gestoppt worden, seitdem habe sich die Wirtschaft Luxemburgs nicht mehr erholt.

Nach Ansicht der Finanzexperten wird es bis nächstes Jahr kein Wachstum mehr in Luxemburg geben, und danach wird sich die Wirtschaft nur langsam erholen. Mit anderen Worten: Die guten Zeiten in Luxemburg sind vorbei, das stetige Wachstum lasse sich nicht wiederholen, heißt es in dem IWF-Bericht.

Die Auswirkungen der Krise sind in Luxemburg spürbar. Die Arbeitslosenquote schnellte im Februar auf 5,2 Prozent hoch, knapp 16.000 in Luxemburg wohnende Beschäftigte waren arbeitslos. Nicht in der Arbeitslosenstatistik aufgeführt sind die Zeitarbeiter und Pendler.

Die Experten gehen davon aus, dass in den vergangenen Wochen vor allem Zeitarbeiter entlassen worden sind. Für das kommende Jahr rechnen die luxemburgischen Statistiker mit einer durchschnittlichen Arbeitslosenquote von sechs Prozent.

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