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DER CHARTERHOLDER: Wie Ihr den CFA in nur 18 Monaten erlangen könnt III (Level III)

The more you know the more you can do

Unser Gastkolumnist hat das CFA-Examen in der Rekordzeit von 18 Monaten geschafft. In einer Beitragsserie erläutert „DER CHARTERHOLDER“, wie auch Ihnen dieses kleine Kunststück gelingen könnte. Hier finden Sie die Beiträge zu Level I und zu Level II.

In jedem Fall habt Ihr bei Level II ein ganzes Jahr für die Vorbereitung Zeit. Leider verleitet dies auch dazu, spät damit anzufangen. Neu im Vergleich zu Level I und II ist, dass vormittags ein sogenannter Essay zu schreiben ist. Der Begriff Essay ist jedoch irreführend, da die Antworten keineswegs in Aufsatzform, sondern zumeist in Stichpunkten dargelegt werden sollen.

Die für nachmittags vorgesehene Prüfung ist ganz wie bei Level II als „Item Set“ (Fallstudie) aufgebaut. Bei Level III können zudem themenübergreifende Fragen gestellt werden (z.B. eine Frage zu Economics im Zusammenhang mit Equity etc.). Das solltet Ihr aber nicht überbewerten, da der Schwierigkeitsgrad nicht unbedingt steigt – vielmehr wird nur kreuz und quer abgefragt und nicht nach Schubladenprinzip.

Das für mich Schwierigste an Level III war, dass es einige Fragen gibt, die aus meiner Sicht keine zwangsläufig eindeutigen Antworten zulassen, sondern zum Teil subjektiv sind (z.B. bei Asset Allocation). Da hilft es nur, ein gutes Gefühl zu entwickeln und diese Themen anhand verschiedener Aufgaben bis zum Erbrechen zu üben. Grundsätzlich würde ich bei Fragen zu Anlageentscheidungen im Grenzfall lieber etwas konservativer tendieren.

Versucht auch bitte niemals, aktuelle Marktentwicklungen aus dem richtigen Leben einzubringen! Selbst wenn Ihr meint, dass Aktien in den nächsten Jahren überhaupt nichts bringen – für den 30jährigen risikobereiten Millionenerben oder Fußballprofi aus der Fallstudie solltet Ihr das bei moderaten monatlichen Lebenshaltungskosten grundsätzlich in Erwägung ziehen!

Zentrales Element

Aus meiner Sicht stellt das „Investment Policy Statement“ (IPS) das zentrale Element des Levels III dar. Ihr könnt nahezu sicher sein, dass Ihr mindestens ein IPS für einen Privatinvestor oder einen institutionellen Investor (oder beides) erstellen müsst. Nehmt euch Zeit dafür und wertet alle Informationen gründlich aus. Entscheidet nicht zu schnell, sondern fundiert und überlegt. Hier gibt es massiv Punkte und die IPS sind teilweise subjektiv, was die Bearbeitung schwierig macht. In diesem Zusammenhang müsst Ihr auch in „Asset Allocation“ fit sein, da dies oft zusammen abgefragt wird. Für den Essay müsst Ihr die Charakteristika der einzelnen Arten von Investoren herunterbeten können. In der Prüfung kommt es hier auf Schlagwörter an. Durchdringt alles, was in Übungen mit „required/desired return” und „ability/willingness to take risk” zusammenhängt (z.B. aus alten CFA I-Klausuren)!

Berechnungen

Grundsätzlich sind deutlich weniger Berechnungen als bei Level I und II erforderlich. Falls Berechnungen auftauchen, solltet Ihr diese jedoch im Schlaf beherrschen. Das Problem ist, dass Ihr im Essay (im Vergleich zum Item Set) nicht raten könnt, wenn Ihr etwas rechnen müsst. Absolut essenzielle Themen sind aus meiner Sicht:

Alle Berechnungen im Zusammenhang mit Foreign Exchange, Duration und Immunisierung sowie Derivaten

Execution of Portfolio Decisions sowie Monitoring & Rebalancing

Performance Evaluation and Reporting (z.B. bei GIPS)

Auseinandernehmen des Total Active Return

Berechnungen bei Equity-Bewertung

Kennzahlen zum Risikomanagement

Taxes (fokussiert Euch auf Grundsätzliches: Die langen Formeln kommen vermutlich nicht dran und wenn doch, dürfte Euch das nicht viele Punkte kosten)

WACC-Anpassung bzgl. Pension Risk sowie Pensions im Zusammenhang mit Equity Betas und Assets Betas.

Viel Erfolg!

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