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Exodus: Immer mehr Banken verlassen Luxemburg in Richtung Schweiz

Luxembourg

Der Nächste bitte! Nachdem die brasilianische Banco Itaú Ende 2011 beschlossen hat, ihr europäisches Wealth Management in der Schweiz zu zentralisieren, folgt jetzt mit Van Lanschot die zweite Bank. Die niederländische Privatbank ist im Großherzogtum seit 1989 aktiv und stiehlt sich jetzt zu den Eidgenossen davon.

„Die Van Lanschot Gruppe hat entschieden, ihre europäischen Private Banking-Aktivitäten an einem einzigen Standort in der Schweiz zu zentralisieren. Dieser neue Standort wird sich schwerpunktmäßig auf das Wealth Management konzentrieren“, heißt es von der luxemburgischen Gewerkschaft OGBL, die bei der ersten Besprechungen des Sozialplans am gestrigen Dienstag (20. März) zwischen der Unternehmensführung und den Gewerkschaften OGBL/SBA, LCGB und Aleba dabei war.

Nachdem Van Lanschot bereits in den beiden zurückliegenden Jahren Personal abgebaut hat, beschäftigt das Unternehmen noch 24 Mitarbeiter im Großherzogtum. „Die Entlassungen werden sukzessive bis zum 31. Dezember 2012 stattfinden, dem Datum, an dem die Bank ihre Geschäftsaktivitäten in Luxemburg einstellen wird“, fährt die Gewerkschaft fort.

Doch dies stellt vielleicht nur den Anfang dar…

Lange schien der Finanzdienstleistungssektor in Luxemburg von Entlassungen verschont zu bleiben. Vielmehr schien das Großherzogtum dem Auge des Taifuns zu entkommen, der sich im Zuge der europäischen Staatsschuldenkrise über anderen Ländern zusammenbraute.

Doch jetzt wird auch Luxemburg von der Krise eingeholt. Denn mit Van Lanschot kündigt bereits die dritte Bank innerhalb weniger Monate einen Sozialplan an. Zuvor hatten dies bereits die Banco Itaú für 60 und die schwedische Swedbank für 15 Mitarbeiter unternommen. Und die könnte nur den Anfang darstellen – die Schweizer dürfte dies freuen.

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