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Von CFA bis MBA: Nach welchen Qualifikationen Schweizer Arbeitgeber derzeit suchen

Mortar board

Für eine wachsende Zahl an Stellen reicht in der Schweiz eine einfache Hochschulausbildung heute nicht mehr aus. Vielmehr werden immer häufiger Spezialqualifikationen für bestimmte Profile verlangt, was besonders in Zeiten einer schwierigen Arbeitsmarktsituation für Finanzprofis von zunehmender Bedeutung ist.

Wir haben unsere aktuellen Stellenangebote in der Schweiz daraufhin ausgewertet, welche Qualifikationen derzeit besonders gefragt sind. Dabei lassen sich einige wichtige Punkte beobachten:

Zunächst ist es nicht sonderlich erstaunlich, dass besonders häufig nach Master-Abschlüssen gefragt wird. Dennoch fällt auf, dass zumeist Kandidaten mit quantitativen Schwerpunkten wie Finance, Engineering, Maths oder Physics nachgefragt werden. Auch Kandidaten mit einer entsprechenden Promotion werden gern gesehen.

Ausserdem wird offenkundig für die Bereiche Accounting und Auditing händeringend Personal gesucht – anders ist die Spitzenposition dieser Zertifikate in diesem kleinen Ranking nicht zu erklären. Nicht zuletzt scheinen Arbeitgeber den CFA gegenüber dem konkurrierenden CIIA/AZEK zu bevorzugen.

MSc: 11 Mal genannt

Was ist das? Bei einem Master of Science handelt es sich um einen weiterführenden akademischen Abschluss, der namentlich in Wirtschafts- und Naturwissenschaften verliehen wird. Dazu zählen so unterschiedliche Fächer wie Economics, Finance, Maths oder Physics. Auffallend oft wird dabei nach quantitativ bzw. mathematisch ausgerichteten Studienrichtungen gefragt. Doch auch Taxes und Accounting werden erwähnt.

Für welche Jobs ist der MSc hilfreich? Ein Master ist für die unterschiedlichsten Positionen von Vorteil. Der MSc wird namentlich für die grosse Zahl an quantitativ ausgerichteten Jobprofilen gefordert.

ACA, ACCA, CIMA, CPA, CIA: 11 Mal gefragt

Was ist das? Bei dieser Ansammlung von Abkürzungen handelt es sich um verschiedene Qualifikationen für Accountants und Wirtschaftsprüfer (Auditors): Associate Chartered Accountant (ACA), Association of Chartered Certified Accountants (ACCA) und Chartered Institute of Management Accountants (CIMA), Certified Public Accountant (CPA), und Certified Internal Auditor (CIA).

Für welche Jobs ist dies geeignet? Für alle Jobs mit einer internationalen Ausrichtung in den Bereichen Accounting, Auditing und verwandten Gebieten sind derartige Qualifikationen gefragt.

CFA: 10 Mal genannt.

Was ist das? Beim Chartered Financial Analyst (CFA) handelt es sich um eine Fortbildung, die aus den USA stammt und ein breites Wissen zu Finanzanalyse und Investmentheorien vermittelt. Die Teilnehmer müssen drei Level bestehen und einige Jahre in der Branche gearbeitet haben. Der CFA ist recht renommiert und weit verbreitet. Allerdings fallen bei internationalen Prüfungen regelmässig 60 Prozent der Teilnehmer durch.

Für welche Jobs ist eine CFA hilfreich? Ursprünglich wurde der CFA für Finanzanalysten und Asset Management-Spezialisten entwickelt. Doch durch den grossen Erfolg des Programms wird diese Qualifikation mittlerweile auch in anderen Bereichen bis hin zum Private Banking gern gesehen.

CIIA / AZEK: 5 Mal genannt

Was ist das? Der Certified International Investment Analyst (CIIA) wird in der Schweiz von der Ausbildungseinrichtung AZEK angeboten. Diese Qualifikation umfasst ähnlichen Lehrstoff wie der CFA, der indes zu einem Grossteil in Präsenzveranstaltungen vermittelt wird. Beim CIIA müssen die Teilnehmer zwei Level bestehen.

Für welche Jobs ist der CIIA hilfreich? Ähnlich wie der CFA wurde der CIIA ursprünglich für Analysten und Asset Manager entwickelt und wird derzeit auch für andere Profile gefordert.

Dr. / PhD: 5 Mal genannt

Was ist das? Eine Promotion oder englisch PhD stellt international den höchsten akademischen Abschluss dar (sofern es keine Habilitation gibt), bei der der Absolvent einen bedeutenden Forschungsbeitrag leisten muss. Die hier nachgefragten PhDs zielen indes vorwiegend auf mathematisch ausgerichtete Fachgebiete.

Für wen is eine Promotion geeignet? Ein Doktor-Titel mag auch noch heute jede Visitenkarte ungemein schmücken. Doch besonders gern gesehen werden Doktor-Titel für quantitativ ausgerichtete Positionen, in denen z.B. mit komplexen mathematischen Modellen hantiert wird.

MBA: 3 Mal genannt

Was ist das? Beim Master of Business Administration handelt es sich um einen höheren akademischen Abschluss, in dem vor allem theoretische und praxisnahe Kenntnisse zum modernen Management vermittelt werden. Das Renommee eines MBA-Titels hängt entscheidend von der Business School ab, an der er erworben wurde.

Für welche Jobs ist der MBA hilfreich? Ein MBA bereitet Teilnehmer auf Management- und Führungsaufgaben vor. Fachkenntnisse in Finance spielen indes eine untergeordnete Rolle.

CIPM: 1 Mal genannt

Was ist das? Beim Certificate in Investment Performance Measurement handelt es sich um den jüngsten Ableger des CFA. Diese Qualifikation ist indes enger gefasst und konzentriert sich auf Performance-Messung.

Für welche Jobs ist ein CIPM geeignet? Der CIPM ist überall gefragt, wo es um Performance-Messung geht wie zum Beispiel beim Reporting von Kundenportfolios im Private Banking.

FRM: 1 Mal genannt

Was ist das? Beim Financial Risk Manager handelt es sich um eine internationale Fortbildung für Risikomanager.

Für wen ist ein FRM geeignet? Für Leute, die in den boomenden Markt für Risikomanager einsteigen wollen.

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