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Geld ist nicht alles (Teil 2)

Die Studie von Mercer Human Resource Consulting zeigt insbesondere einen europäischen Trend zu einer stärkeren Umgewichtung von monetären und nicht-monetären Vergütungsbestandteilen. Während lediglich 16% der von Mercer befragten Unternehmen angaben, 2007 ansteigende Grundgehälter zahlen zu wollen, planen 44% stärker in nicht-monetäre Vergütungskomponenten zu investieren.

Sogar 58% der Firmen wollen mehr Geld in die Ausweitung von Trainings- und Weiterentwicklungsmaßnahmen für ihre Mitarbeiter stecken. In Deutschland sind dies der Robert Half-Studie zufolge immerhin 23%. “Aus gutem Grund messen die deutschen Unternehmen ihren Mitarbeitern eine große Bedeutung bei. Denn schon 15% der befragten Manager sehen die Suche nach Fachkräften als die wichtigste Herausforderung der Zukunft an”, erläutert Sven Hennige, Senior Regional Director Central Europe bei Robert Half.

Mercer-Mann Bernd Thomaszik führt die verstärkten Investitionen in Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten auch auf die aus Mitarbeitersicht hohe Attraktivität solcher nicht-monetären Leistungen zurück. Außerdem könnten durch Weiterentwicklungs- und Karriereentwicklungsprogramme Kompetenzlücken im Unternehmen mit Mitarbeitern aus den eigenen Reihen geschlossen werden. Laut Mercer-Studie planen 32% der befragten Unternehmen, ihre Mitarbeiter weiterzuentwickeln, um interne Kompetenzlücken zu schließen, während 24% auf Neueinstellungen setzen. Die übrigen Teilnehmer kombinieren beides.

Laut Robert Half Finance & Accounting planen die Unternehmen, ihre Mitarbeiter auch mit ganz anderen Maßnahmen an sich zu binden. So bieten sie den Arbeitnehmern immer häufiger Möglichkeiten, Karriere und Privatleben besser zu vereinbaren. So profitiert bereits jeder Zweite von flexiblen Arbeitszeiten, 8% der Deutschen können zudem von zu Hause aus arbeiten.

Mit ihrem verstärkten Engagement begegnen die Unternehmen dem wachsenden Fachkräftemangel in Deutschland. Immerhin 15% der deutschen Finanzmanager sehen hierin die größte Herausforderung der kommenden Monate. “Die Work-Life-Balance gewinnt zunehmend an Bedeutung und spielt deshalb bei der Mitarbeiterbindung eine immer größere Rolle”, erklärt Hennige.

Doch es gibt noch eine Schwachstelle: die Kinderbetreuung. Lediglich 3% der deutschen Firmen verfügen über eigene Kindergärten. “Angesichts des wachsenden Fachkräftemangel müssen Unternehmen und Staat letztlich gemeinsame Wege finden, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern”, rät Hennige.

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