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Anshu der Große – Wie die Investmentbanker der Deutschen Bank die Konkurrenz deklassieren

Alle weinen, einer lacht. Während die Investmentbanker bei den US-Banken nur bescheidene Ergebnisse vorlegen konnten, glänzt die Deutsche Bank in dieser Disziplin mit einem der besten Ergebnisse ihrer Geschichte – und das trotz Euro- und Finanzkrise. So kletterte das Vorsteuerergebnis der Corporate and Investment Bank in 2010 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 39 Prozent auf 6 Mrd. Euro.

Doch was die Investmentbanker eingenommen haben, wurde an anderer Stelle für die Übernahme der Postbank und die Integration von Sal. Oppenheim wieder ausgegeben. So fiel der Vorsteuergewinn der Gesamtbank mit knapp 4 Mrd. Euro um 24 Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum aus. Ohne diese Sonderkosten hätte sich der Gewinn vor Steuern auf 6,5 Mrd. Euro belaufen, was eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 25 Prozent bedeutet hätte.

CIB generiert 150 Prozent des Vorsteuergewinns

Damit erweist sich das von Anshu Jain geleitete Investmentbanking auch weiterhin als die Geldmaschine der Deutschen Bank. Während im Vorjahr Jains-Abteilung “nur” 83 Prozent des Vorsteuergewinns generierte, waren es in 2010 rein rechnerisch sogar 150 Prozent.

An dem Geldsegen scheinen auch die Mitarbeiter zu partizipieren. So legte der Personalaufwand in der CIB im abgelaufenen Jahr um 17 Prozent auf knapp 6 Mrd. Euro zu. Da jedoch gleichzeitig auch die Zahl der CIB-Mitarbeiter um 12 Prozent auf 15.943 zulegte, macht sich der Erfolg nur moderat im Portemonnaie bemerkbar. Der Personalaufwand pro Kopf stieg mitunter nur um 4,5 Prozent auf etwa 373.000 Euro.

Analysten überzeugt

Im schwachen vierten Quartal konnten die Investmentbanker indes nur einen Vorsteuergewinn von 719 Mio. Euro erwirtschaften, was immer noch mehr ist als das Gesamtergebnis der Bank von 707 Mio. Euro. Der Nettogewinn der Deutschen Bank belief sich auf 605 Mio. Euro oder auf 63 Eurocent je Aktie.

“Die Deutsche Bank schnitt besser als die US-Banken ab (-11 gegenüber -16 Prozent). Dies ist bemerkenswert, da der Lichtblick des vierten Quartals in Equities und Advisory & Underwriting bestand, Geschäftsbereiche, in denen die Deutsche Bank traditionell schlecht gewesen ist. Dies deutet darauf hin, dass die Anstrengungen, die Präsenz zu erhöhen, letztlich wirken”, sagt der Analyst Dirk Hoffmann-Becking von Bernstein Research.

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