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Personalkahlschlag bei Société Générale und BNP Paribas: Auswirkungen auf Luxemburg unklar

BNP Paribas und Sociéte Générale zählen mit 4100 und 1400 Beschäftigten zu den größten Banken in Luxemburg und eben diesen Mitarbeitern droht Ungemach.

So kündigte Société Générale-Chef Frédéric Oudéa gegebenüber Gewerkschaftsvertretern an, “mehrere hundert” Stellen in seiner Corporate und Investmentbank (banque de financement et d’investissement) streichen zu wollen. Darüber hinaus sollen die Gehälter eingefroren und die Boni gekürzt werden.

Kaum nachdem Oudéa dies verlauten ließ setzte der Rivale BNP Paribas noch einen drauf: Die Pariser Großbank will sogar 1400 Jobs im Investmentbanking streichen, wovon 1023 auf das Ausland entfallen.

Die französischen Großbanken reagieren mit dem Streichkonzert auf die steigenden Eigenkapitalforderungen. Demnach müssen Banken ihre Geschäfte künftig mit einem Kernkapital (Tier 1) von 9 Prozent hinterlegen. Dies führt dazu, dass einige Geschäftsbereiche des Investmentbankings unrentabel werden. Aus diesem Grund streichen Investmentbanken quer durch Europa ihr Personal zusammen. Beide Institute sind darüber hinaus durch ihr hohes Engagement in Südeuropa von der Staatsschuldenkrise im besonderen Maße betroffen.

Welche konkreten Auswirkungen der Stellenabbau auf Luxemburg hat, blieb zunächst unklar. Noch vor einigen Wochen hatte der Chef der Wealth Management-Tochter der Société Générale SGBT Fédéric Genet gegenüber dem Luxemburger Fachblatt paperjam bekräftigt, den Wachstumskurs im Großherzogtum fortsetzen zu wollen.

“Wir befinden uns auch weiterhin in der Einstellungsphase. Unser Personalchef arbeitet derzeit an 41 Einstellungen. Für die Zukunft bin ich gelassen und sehr zuversichtlich”, sagte Genet. In allen Bereichen hat die SGBT in den vergangenen Jahren kräftig eingestellt: 160 in 2011, 120 in 2009 und 54 in 2009. Doch mit den Schwierigkeiten bei der französischen Muttergesellschaft wird eine Fortsetzung dieser Erfolgsgeschichte zweifelhaft.

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