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Schmuddelige Banker? Auswege aus dem Ansehensverlust

Pünktlich zum Weltwirtschaftsforum in Davos hält eine Untersuchung von Media Tenor den angereisten Bankern den Spiegel vor und es ist nicht immer schön, was die Spitzenkräfte des Finanzgewerbes dort erblicken. So bildet das Renomée der Bankbranche im Wirtschaftsgeschehen das Schlusslicht – noch nach der Tabakindustrie.

Für die Studie wurden 110.000 journalistische Berichte aus 28 Ländern ausgewertet. Demnach vermittelten 39,9 Prozent der Berichte ein vorwiegend negatives Bild von den Banken. Bei der Tabakindustrie lag der gleiche Wert bei lediglich 30,1 Prozent. Dagegen bescheinigten 11,9 Prozent der Teilnehmer den Banken einen guten Ruf, bei der Tabakindustrie waren es immerhin 23,3 Prozent.

Auswege aus der Krise

Da das Kind nun einmal in den Brunnen gefallen ist, stellt sich die Frage: Wie kann die Finanzbranche ihr Ansehen aufpolieren. Roland Schatz, der die Studie an entscheidenden Stellen mitverfasst hat, betont folgende Punkte

1. Selbstkritik

Schon bei dem Selbstverständnis müsste so mancher Banker ansetzen und darauf achten, dass das eigene Bild eher mit der Realität übereinstimme. Wer bei sich selbst einen Schnupfen diagnostiziere, aber unter einer Lungenentzündug leide, habe ein ernsthaftes Problem.

2. Transparenz

Die Banken sollten verstärkt verlässliche und transparente Zahlen kommunizieren. Wenn ein Geschäftsbericht teilweise sogar über mehr als 1000 Seiten verfüge und relevante Informationen in dem Konvolut versteckt sind, könnten Journalisten, Bewerber und Mitbewerber mit dem Zahlenwerk nur wenig anfangen.

Ähnliches gilt gemäß der Studie für die Produktpalette: “Wer auch immer glaubt, er könne auf einem Markt wie Deutschland vertrauenswürdig 800.000 Produkte und Zertifikate anbieten, ohne dass diese von einer unabhängigen Stelle überprüft würden, wird immer wieder auf die gleichen Probleme treffen.”

3. Offene Kommunikationspolitik

Die Banken müssten die Öffentlichkeit kontinuierlich informieren und Probleme nicht unter den Teppich kehren. Mithin müssten anstehende Probleme umgehend gemeldet werden. “Wer indes tut als sei er Gott, der hat schon jede Glaubwürdigkeit verloren”, sagt Schatz.

Fühlen Sie sich als Beschäftiger in der Finanzbranche in Ihrem Ansehen getroffen? Teilen Sie uns Ihre Erfahrungen und Meinungen mit! Hierzu können Sie die unten gegebene Kommentarfunktion nutzen.

Kommentare (1)

Comments
  1. Was ich obig gelesen habe ist doch dürftig, um es gelinde auszudrücken. Ich war bis 2004 über 40 Jahre als Vermögensberater tätig und weiß, wovon ich spreche. Es gilt ganz anders aufzuräumen. Nur dies sollten Sie persönlich ermitteln und nicht durch diese Kommentare sammeln!

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