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2200 Jobs bedroht: Credit Suisse will Kosten um weitere 1 Mrd. Franken senken

Personalabau

Credit Suisse-Chef Tidjane Thiam legt die Axt abermals an den Mitarbeiterstamm an.

Credit Suisse-Chef Tidjane Thiam kann jubeln. Hat er doch das selbstgesteckte Ziel, 6000 Stellen abzubauen, übertroffen. Tatsächlich sind bislang 6050 Stellen weggefallen, wie die Bank auf dem heutigen Investorentag mitteilte. Thiam nahm dies zum Anlass eine weitere Senkung der jährlichen Kosten um eine weitere Milliarde Franken auf 17 Mrd. bis 2018 anzukündigen. Damit ist der Wegfall von rund 2200 weiteren Stellen vorgezeichnet, wie sich aus einer kleinen Rechnung ergibt:

In den ersten neun Monaten 2016 haben die Personalausgaben 52,5 Prozent der Gesamtkosten in Höhe von gut 15 Mrd. Franken ausgemacht. Falls dieses Verhältnis zwischen Personal- und Sachkosten bis 2018 stabil bleiben sollte, dann müssten 525 Mio. Franken allein bei den Mitarbeitern eingespart werden.

Nach dem Jahresabschluss 2015 belief sich der Personalaufwand für die damals 48.200 Mitarbeiter auf gut 11,5 Mrd. Franken oder 239.544 Franken pro Kopf. Rein rechnerisch müsste Thiam also 2192 Mitarbeiter vor die Tür setzen, um die zusätzlichen Einsparungen von 1 Mrd. Franken zu generieren.

Geht der Stellenabbau bei Global Markets weiter?

Von den bisherigen Einschnitten war das Kapitalmarktgeschäft besonders betroffen. Laut der Präsentation von Global Markets-Chefs Brian Chin seien allein etwa 3500 Stellen in diesem Geschäftsbereich weggefallen. Dabei handelte es sich allerdings nicht nur um festangestellte Mitarbeiter, sondern auch um Contractors und Consultants. Entsprechend seien die Kosten für professional Services um 28 Prozent gefallen.

Damit scheinen die Einschnitte aber noch nicht vorbei zu sein. Zwar beteuert Chin, dass „das Gros der Einschnitte“ bewältigt sei und dass es wieder aufwärts gehe, gleichzeitig kündigte er aber an, die Kosten bis 2018 um weitere bis zu 400 Mio. Dollar (404 Mio. Franken) zu senken. Demnach würden allein 40 Prozent des neuen Sparprogramms auf Global Markets entfallen.

Die Kosten der Regulierung wachsen und wachsen

Wenig sorgen um ihren Arbeitsplatz müssen sich indes die Compliance-Mitarbeiter machen. Laut der Investorenpräsentation sind die Regulierungskosten seit 2012 um 82 Prozent auf rund 900 Mio. Dollar (909 Mio. Franken) in die Höhe geschnellt und machen damit bald 5 Prozent der Gesamtkosten aus.

Credit Suisse cost cutting

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