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Top-Absolventen mit Schwerpunkt Controlling stark gefragt (Teil 2)

Kommunikative Top-Absolventen sind bei international agierenden Unternehmen mehr gefargt als “Number Crunsher” – und können mehr verdienen.

Doch woher kommt der derzeitige Mangel an solchen Absolventen, die Nehrings Kunden so dringlich suchen? Nicht selten sind die Absolventen der mit Controlling und Rechnungswesen befassten Lehrstühle so sehr auf Zahlenwerke fixiert, dass der Überblick über das große Ganze leicht verloren geht. Solche gerne als Number Crunsher bezeichnete Absolventen gibt es reichlich – gefragt ist jedoch häufig genau der gegenteilige Typ.

“Im Gegensatz zu reinen “Zahlenfüchsen” wählen viele begabte und kommunikative Studenten, die einen Blick über den Tellerrand wagen, vielfach andere Studienschwerpunkte als Rechnungswesen”, begründet Nehring das Unterangebot an der gesuchten Spezies.

Nicht ganz unschuldig an der Situation scheint auch das deutsche Bildungssystem zu sein. Zu sehr auf die Wissenschaft und zu wenig auf die Praxis ausgerichtet – so lautet der Vorwurf, den auch Nehring erhebt. Denn der moderne CFO – die Spitze der Karriereleiter im Financebereich – ist heute der Finanzminister im Unternehmen, bei dem die Fäden zusammenlaufen. Das Berufsbild ist daher so anspruchsvoll wie attraktiv – nur an den Universitäten ist die Erkenntnis noch nicht vollständig umgesetzt.

Tief gehendes Verständnis für das Kerngeschäft, analytische, soziale und kommunikative Fähigkeiten sowie die Leidenschaft, die reale Welt in Zahlen abbilden und daraus praxistaugliche Schlüsse ziehen zu wollen, sind heute für Finance-Profis in großen international agierenden Unternehmungen ebenso wichtig wie das blinde Verständnis der Zahlen. Solche Skills vermittelt ein Finance-Studium an einer deutschen Universität heute offenbar nicht automatisch – wer sie erwerben will, muss sie sich vielfach selbstständig erarbeiten oder im Ausland studieren.

Einsatz lohnt sich

Doch wer dank unbedingter Leistungsbereitschaft und Arbeitswillen die Anforderungen von Unternehmen wie Nehrings Klienten erfüllt, hat nicht nur Vorteile auf dem Arbeitsmarkt, sondern auch bei der Bezahlung. Mit rund 38.000 bis 45.000 Euro beziffert Personalprofi Nehring die Einstiegsgehälter der Top-Absolventen.

Das ist nahezu ein Drittel mehr als durchschnittliche Hochschulabsolventen, die zu Beginn ihrer beruflichen Laufbahn Nehring zufolge Jahresgehälter ab rund 30.000 Euro erhalten. In manchen Gegenden sind es gar noch weniger: “In Berlin und Umgebung beträgt ein durchschnittliches Jahresgehalt eines Hochschulabsolventen im Finance-Bereich etwa 27.000 Euro”.

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