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Die sonderbaren Weihnachtsgeschenke von Bankern

Sie erraten niemals, was sich in dieser Verpackung verbirgt.

Sie erraten niemals, was sich in dieser Verpackung verbirgt.

Banker sind schon ganz speziell, das zeigt sich wieder einmal bei der Auswahl ihrer Weihnachtsgeschenke. Wir haben Finanzprofis auf beiden Seiten des „großen Teichs“ nach ihren Tipps für Weihnachtsgeschenke gefragt. Falls Sie also noch einige Lücken in ihrem Geschenke-Portfolio haben, dann haben wir vielleicht Anregungen für sie – oder auch nicht.

1. Krawatten

Banker gehören zu den Berufsgruppen, bei denen Binder immer noch Pflicht sind. Eine unpassende Krawatte soll schon das ein oder andere Mal zum abrupten Ende eines Karrieretraums geführt haben. Dagegen kann eine anständige Krawatte wahre Wunder wirken. Allerdings handelt es sich nicht gerade um ein originelles Geschenk. Vielmehr wimmelt es in den Kleiderschränken von Bankern geradezu von Textilschlingen. Ein Senior M&A-Banker beklagt sich denn auch gegenüber eFinancialCareers darüber, dass er mit so etwas geradezu überflutet werde.

2. Manschettenknöpfe

Auf Platz zwei der weihnachtlichen Scheußlichkeiten schaffen es die Manschettenknöpfe. Denn Krawatten und Manschettenknöpfe sind für Banker das, was für Normalsterbliche Socken und Unterwäsche darstellen. Der M&A-Banker erzählt, dass kein Weihnachtsfest vergehe, ohne dass ihm Freunde und Bekannte Manschettenknöpfe schenken, weil sie der Meinung sind, dass so etwas für den Gang zur Arbeit unerlässlich sei.

3. Bierkrüge von Tiffany

„Frühstück bei Tiffany“ hat jeder schon einmal gesehen und tatsächlich stellt der Juwelier bei New Yorker-Bankern immer noch eine erste Adresse dar, wenn ihnen keine gescheiten Geschenkideen in den Sinn kommen. Angeblich soll ein Kristall-Bierseidel für 45 Dollar bei Tiffany zu den bevorzugten Geschenken für Banker zählen. Dies mag auch der Grund sein, wieso sie bereits ausverkauft sind.

4. Adele-Tickets

Diesseits des Atlantiks liegen die Wünsche etwas anders. Das berichtet zumindest der Chef des Londoner Concierge-Dienstleisters Ten Group Alex Cheatle. Laut Cheatle stellten Konzerttickets von Adele bei Bankern derzeit eine bevorzugte Füllung von „Strümpfen“ dar. Die amerikanische Pop-Diva Adele gibt im März in London ein Konzert zum Besten. Der offizielle Preis für das Vergnügen liegt bei mindestens 45 Pfund. Unter der Hand sollen sie aber schon für 700 Pfund gehandelt werden. Cheatle beteuert jedoch, dass seine Kundschaft nur den offiziellen Preis zahlen müsse.

Ein Fondsmanager aus New York wiederum erzählt, dass er bei Geschenken für seine Frau Events bevorzuge: „Es handelt sich immer um ein Ticket für ein Event. So etwas stellt hier den großen Trend dar.“ Was soll man auch jemanden schenken, der schon alles hat.

5. Yeezy-Sportschuhe von Kanye West

Kaufen Sie Ihre Sportschuhe immer noch von Adidas? Dann sind Sie nicht auf dem Laufenden. Laut Cheatle seien Yeezy-Sportschuhe von Kanye West derzeit bei jüngeren Finanzprofis angesagt. Allerdings müssen Sie dafür mindestens 150 Pfund auf den Tisch blättern, falls Sie denn überhaupt noch welche erhalten. Der Londoner Schuhhändler Harvey Nickels hat lediglich noch ein Modell für schlappe 390 Pfund vorrätig.

6. Guter Wein aus nicht nachzuvollziehenden Quellen

Einen weiteren Klassiker stellen alkoholische Getränke  dar – wofür wenigstens ein echter Bedarf herrscht. „Ich verschenke normalerweise ein paar anständige Burgunder-Flaschen oder eine Schnapsflasche“, erzählt ein Trader. „Die Leute in London haben einfach nicht viel Platz. Daher lieben sie Geschenke, die sie essen oder trinken können und nicht viel Raum beanspruchen.“ Dies stellt eine der kuriosen Konsequenzen des exzessiven Mietniveaus in der britischen Hauptstadt dar.

Allerdings gebe es das Problem, dass der Empfänger oft die Quelle des Alkohols nachvollziehen könne und daher wisse, wie viel dafür ausgegeben wurde. „Aus diesem Grund kaufe ich den Wein bei kleinen Händlern, was sich kaum nachvollziehen lässt.“

7. Gesichtspflegeprodukte

In einer Branche, in der es auf Jugendlichkeit ankommt, stellen Gesichtspflegeprodukte besonders unter der Klientel über 40 begehrte Weihnachtsgeschenke dar – zumal man dafür ein kleines Vermögen ausgeben kann. „Das ist ähnlich wie mit den Hautpflegeprodukten“, kommentiert der M&A-Banker, der von Krawatten und Manschettenknöpfen genug hat.

8. Bettbezüge aus ägyptischer Baumwolle

Wer lange arbeitet und wenig schläft, möchte die verbleibenden Stunden im Bett so komfortabel wie möglich verbringen. „Sehr schöne Bettbezüge stellten in den zurückliegenden Jahren eines meiner besten Geschenke dar. Das hilft mir beim Einschlafen“, erzählt der M&A-Banker.

9. Im Notfall hilft die Amazon-Wunschliste

Der Trader berichtet schließlich, dass er es so satt gehabt hätte, unpassende Weihnachtsgeschenke zu erhalten, dass er auf Amazon eine öffentliche Wunschliste erstellt habe. „Wenn irgendjemand meine Frau fragt, dann verweist sie ihn lediglich auf die Wunschliste“, sagt er. „Jetzt bekomme ich endlich die Dinge, die ich wirklich haben möchte.“

Bei einem Blick auf Amazon ließ sich lediglich die Wunschliste eines gewissen James Gorman finden. Sie enthält u.a. eine Halskette aus Käse-Zwiebel-Chips. Es ist aber keinesfalls gesichert, dass es sich um denjenigen James Gorman handelt, der an der Spitze der US-Großbank Morgan Stanley steht.

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