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Acht Tricks, um ein Praktikum in ein Jobangebot zu verwandeln

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Bei Praktika geht es nicht nur darum, in die Branche hinein zu schnuppern. Vielmehr nutzen viele Banken ihre Praktikantenprogramme aktiv, um Berufseinsteiger zu gewinnen. Insbesondere im Investmentbanking gibt es Institute, wo 60 bis 70 Prozent der Praktikanten anschließend ein Übernahmeangebot erhalten. Dabei lassen sich mit ein paar einfachen Verhaltensregeln die Chancen deutlich steigern.

1. Verkaufen Sie sich selbst

Für die Mauerblümchen-Strategie stellt das Corporate and Investment Banking sicher nicht den richtigen Ort dar. Vielmehr sollten Praktikanten ihre Zeit in der Bank als Chance begreifen, Ihr Netzwerk auszubauen, was auf dem Weg zum Vollzeitjob einen entscheidenden Konkurrenzvorteil darstellen kann.

„Das Meiste aus seinem Netzwerk zu machen, ist wirklich wichtig“, sagt Stephanie Ahrens, die das Absolventen-Recruitment bei Morgan Stanley leitet. „Ihr Mentor, der bei Morgan Stanley immer ein Vice President ist, wird Sie mit Karrieretipps versorgen und Sie durch den Konzern navigieren. Ihr Buddy, wobei es sich um einen Analysten handelt, der kürzlich aus dem Praktikums-Programm übernommen wurde, coacht Sie und führt Sie durch die alltägliche Arbeit.“

2. Die erste Woche zählt

Die erste Praktikumswoche kann schon überwältigend ausfallen. Meistens erhalten die Sommerpraktikanten in irgendeinem Konferenzraum eine erste Einführung und Schulung. Dort werden Kenntnisse über die Produkte, den Jargon und die Strukturen des Konzerns vermittelt. Weiter werden Ihnen Ansprechpartner oder Mentoren zugeteilt wie etwa Buddy (Analyst), Mentor (Vice President) und Staffer (Associate). Beim letzten handelt es sich um einen Associate, der Ihrer Arbeit den letzten Schliff verleiht. Überdies erhalten Sie ersten Kontakt mit dem Führungspersonal des Unternehmens.

Vor allem sollten Sommerpraktikanten versuchen, in der ersten Woche den Kontakt mit Ihren Ko-Praktikanten aufzunehmen, was in den verbleibenden Praktikumswochen überaus hilfreich sein kann. Diese können Ihnen beispielsweise bei Excel-Kurzbefehlen, Produkten und einer sauberen und effizienten Arbeit helfen.

3. Wenig versprechen und viel leisten

Viele Praktikanten lassen sich zu viel Arbeit aufhalsen und bekommen dann Probleme, alle Aufgaben auch pünktlich zu erledigen. Der ehemalige Goldman Sachs-Investmentbanker Marc Hatz empfiehlt nur Aufgaben anzunehmen, die man pünktlich und in guter Qualität erfüllen kann. Darin bestehe die Kunst, einen guten Eindruck zu hinterlassen. „Sie hinterlassen allerdings keinen guten Eindruck, wenn Sie zu viel Arbeit übernehmen“, warnt Hatz.

4. Verschwenden Sie keine Zeit

Investmentbanken erwarten von keinem Praktikanten alles zu wissen. Vielmehr wollen Sie, dass Nachwuchsbanker intelligente Fragen stellen. Nichts zeugt mehr von Enthusiasmus und Kompetenz. Allerdings kommt es dabei entscheidend auf das richtige Timing an.

„Es ist wichtig, während seiner Praktika Fragen zu stellen. Es gibt auch keine dummen Fragen. Allerdings ist es ebenso wichtig, nicht immer die gleichen Fragen zu stellen“, betont Ahrens. „Praktikanten scheuen sich oft, Fragen zu stellen, wenn sie einen Auftrag nicht auf Anhieb verstehen und versuchen das Problem selbständig zu lösen. Drei oder vier Stunden später gehen ins Büro ihres Vorgesetzten und bitten ihn dann, das noch einmal zu erklären. So etwas stellt kein gutes Zeitmanagement dar.“

5. Sorgfalt ist entscheidend

Oft werden einfache und langweilige Arbeiten an Praktikanten delegiert. Dennoch sollten Praktikanten auch solche Aufgaben motiviert, zuverlässig und sauber erledigen. Besonders beim Umgang mit Zahlen ist Sorgfalt oberste Praktikantenpflicht.

„Konzentrieren Sie sich und machen Sie keine Fehler“, erläutert ein Analyst. „Ihnen werden nur interessantere Aufgaben übertragen, wenn Sie mit den einfacheren zurechtkommen.“

6. Seien Sie freundlich und ein Teamplayer

Banken beteuern immer wieder, dass Team-Playing gefragt sei. Viele Kritiker hegen daran allerdings Zweifel. Dennoch achten die Investmentbanken immer stärker auf die Teamfähigkeit ihrer jüngeren Mitarbeiter. Die Deutsche Bank hat sogar den „Kulturwandel“ ausgerufen. In der Praxis bedeutet dies, dass Praktikanten mit allen anderen Mitarbeitern und auch untereinander kollegial umgehen müssen und freundlich sind. Darüber hinaus sollten sie sich an die Kultur des Teams anpassen. Suchen Sie nach Gemeinsamkeiten: Sei es das gleiche Hobby, die gleiche Uni oder gemeinsame Sportarten. Denn bei den langen Arbeitszeiten spielt die „gleiche Wellenlänge“ eine große Rolle. „Versuchen Sie sich gut ins Team einzufügen: Seien Sie umgänglich und interessieren Sie sich auch dafür, was der Job nach einigen Jahren mit sich bringt“, empfiehlt ein Analyst im zweiten Jahr.

7. Seien Sie empfänglich für Vorschläge

So mancher Praktikant hat ganz genaue Vorstellungen, was er bei der Bank machen möchte. Dennoch sollten Sie offen für andere Möglichkeiten bleiben. Das gilt besonders für Praktika, in denen die Teilnehmer zwischen verschiedenen Stationen rotieren. Wenn Sie beispielsweise ins M&A wollen, sollten Sie auch beim Einsatz im Kapitalmarktgeschäft Engagement zeigen.

8. Planen Sie die Zeit für große Projekte

Oft wird Praktikanten am Anfang oder in der Mitte ihrer Zeit im Unternehmen ein Langzeitprojekt übertragen, dessen Ergebnisse er am Ende präsentieren muss. Um hierbei zu punkten, kommt es auf gute Organisation, gutes Zeitmanagement und eine gelungene Priorisierung an.

„Die Projekte zeigen den Praktikanten, wie die Arbeit eines Analysten tatsächlich ist“, erläutert Ahrens. „Dabei arbeiten Sie abteilungsübergreifend mit anderen Praktikanten an einem Projekt, das am Ende einem Gremium von Führungskräften vorgestellt wird. Dabei werden Ihre Teamarbeit, Ihre Kommunikation und Ihre Präsentationsfähigkeiten bewertet. Dies alles fließt in die abschließende Beurteilung mit ein.“

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