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Christian Bittar unter den Tradern, die die Deutsche Bank 2,5 Mrd. Dollar kosten

Schlechte Zeiten für die Deutsche Bank.

Schlechte Zeiten für die Deutsche Bank.

Ein pikantes Detail zur Affäre um die Manipulation der Referenzzinssätze Libor und Euribor durch Mitarbeiter der Deutschen Bank wurde jetzt bekannt. Offenbar ist Christian Bittar mit dem vom US-Justizministerium so genannten „Trader 3“ identisch. Dies bestätigten zumindest zwei Insider der Nachrichtenagentur Bloomberg. Die Deutsche Bank wurde gerade von US-Behörden zu einem Bußgeld über 2,5 Mrd. Dollar verdonnert.

Bittar hatte vor zwei Jahren für Schlagzeilen gesorgt, da er allein für das Jahr 2008 einen Bonus von fast 136.000 Dollar eingestrichen hatte. Bittar spekulierte seinerzeit auf die eigene Rechnung der Bank mit kurzlaufenden Derivaten und hat dabei offenbar mit Milliardensummen am Zinsmarkt jongliert. Der Eigenhändler hatte von 2001 bis 2011 für den deutschen Branchenprimus gearbeitet. Zuletzt war er in Singapur angesiedelt.

Laut dem US-Justizministerium hat „Trader 3“ die Manipulationen mit Kollegen aus Frankfurt sowie mit sechs Händlern von anderen Unternehmen durchgeführt. Bei seinen Geschäften traf „Trader 3“ auch auf Widerstand innerhalb des eigenen Hauses, wie aus dem E-Mailverkehr hervorgeht. „Mein Cash Desk [im Unterschied zum Derivategeschäft, in dem Bittar tätig war] wird gegen uns sein, daher müssen wir einige Lobby-Arbeit leisten“, teilte „Trader 3“ im September 2006 einem Derivatehändler einer anderen Bank mit. Auch mit Widerständen der Royal Bank of Scotland und der UBS sei zu rechnen. „OK. Wir müssen hart kämpfen“, antwortete dieser.


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