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Deutsche Bank will angeblich 150 Mrd. im Investment Banking abbauen

Der Kahlschlag wirft seinen Schatten voraus.

Der Kahlschlag wirft seinen Schatten voraus.

Bei der Deutschen Bank scheint eine Vorentscheidung zur neuen Strategie gefallen zu sein. Laut Spiegel-Informationen hat der Vorstand am Mittwoch vorgeschlagen, die Bilanzsumme der Investmentbank um 150 Mrd. Euro zu verkürzen. Bei Aktiva von über 1,2 Billionen Euro bedeutet dies einen Abbau von 12,5 Prozent des Geschäfts.

„Ich hatte eigentlich 450 Mrd. Euro erwartet“, sagte Banken-Analyst Dirk Becker von Kepler Cheuvreux in einer ersten Einschätzung. „Die Deutsche Bank könnte diese Summe ohne einen großen Schock abbauen.“ Becker rechnet damit, dass die Kürzungen sich auf das Geschäft mit Rates, Flow Credit und Prime Brokerage für Hedgefonds in den USA konzentrieren wird. Bislang handle es sich aber nur um Informationen, die an die Presse durchgesickert seien. „Ich würde mich freuen, wenn die Deutsche Bank endlich auch einmal offiziell dazu etwas sagen würde“, meint der Analyst.

Der ganz große Umbau scheint indes vom Tisch zu sein. Laut dem Spiegel hat sich der Vorstand gegen eine vollständige Abspaltung des Filialgeschäfts ausgesprochen. Vielmehr solle die Postbank verkauft und das restliche Filialnetz ausgedünnt werden. Becker erläutert, dass es sich bei dem Abbau von Filialen um einen breiten Branchentrend und um keine Besonderheit handle.

Der Restrukturierungs-Vorschlang muss jedoch noch vom Aufsichtsrat der Deutschen Bank abgesegnet werden. Der Vorsitzende Paul Achleitner hat für den kommenden Freitag (24. April) eine außerordentliche Sitzung des Gremiums einberufen. Nähere Informationen werden für die Publikation der Geschäftszahlen für das erste Quartal am Mittwoch (29. April) erwartet.

Zu Jahresende beschäftigte der Bereich Corporate Banking & Securities noch gut 25.800 Mitarbeiter, gut 8200 davon im Front Office. Der Bereich hat mit wachsender Regulierung, einer bescheidenen Eigenkapitalrendite und hohen Bußgeldern für Verfehlungen in der Vergangenheit zu kämpfen.


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