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Kündigung leicht gemacht: Wie Mitarbeiter ihrem Chef geschickt Adieu sagen

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Nach dem Einstecken des Bonus für 2014 schauen sich viele Finanzprofis nach einem neuen, besseren Job um. Dies ist auch in Asien der Fall. Doch selbst, wer seinen Traumjob antritt, sollte weder dort noch in Mitteleuropa die Brücken hinter sich abfackeln. „Gehen Sie immer davon aus – besonders in Asien – dass Sie eines Tages die Leute, die sie verlassen, wieder treffen werden und dass Sie dann etwas von ihnen wollen“, warnt Personalberater Fabrice Desmarescaux von DTCA Executive Search Partners in Singapur. Vielmehr sollten Finanzprofis mit Anstand und Würde kündigen:

1. Kündigen Sie nicht auf dem Postweg

So mancher Finanzprofis wählt die Form eines unpersönlichen Briefes, um seine Kündigung auszusprechen. „Überreichen Sie niemals einfach ein formales Kündigungsschreiben. Sprechen Sie vorher erst unter vier Augen darüber“, empfiehlt Karrierecoach Paul Heng von NeXT Corporate Coaching Services in Singapur. „Geben Sie Ihrem Vorgesetzten die Chance, als erstes von Ihnen davon zu hören, bevor Sie für sie zu einem schriftlichen Vorgang werden.“

2. Zeigen Sie etwas Dankbarkeit

Ihr Chef mag Ihren Abgang als Gesichtsverlust betrachten, als einen persönlichen Angriff auf ihr Führungsvermögen. Bemühen Sie sich also, sie in einem Gespräch zu beschwichtigen. Laut dem Psychologen Daniel Koh von Insights Mind Centre in Singapur fühlen sich Chefs von Kündigungen oftmals angegriffen. „Daher sollten Sie zu Anfang des Gesprächs Ihre Dankbarkeit gegenüber Ihrem Vorgesetzten ausdrücken und ihnen das Gefühl vermitteln, nicht daran schuld zu sein. So können Sie z.B. betonen, welche Chancen sie Ihnen geboten haben etwas zu lernen“, sagt Koh.

3. Lassen Sie sich auf keine Debatte ein

Falls Ihr Vorgesetzter Ihre Kündigung aggressiv aufnimmt und infrage stellt, dann sollten Sie sich nicht auf einen Streit einlassen; vielmehr sollten Sie die Fassung bewahren. „Sie können andere nicht davon abhalten, sich abschätzig über Sie zu äußern. Sie können aber steuern, wie Sie selbst darauf reagieren. Bekräftigen Sie, dass Sie ihre Situation verstehen. Wenn Sie dann immer noch aggressiv sind, dann sollten Sie die Schultern zucken und gehen“, sagt Koh.

4. Sagen Sie die Wahrheit über Jobsicherheit

Headhunter Mark Sparrow von NP Group in Singapur rät, es deutlich anzusprechen, falls mangelnde Jobsicherheit Sie zu dem Schritt bewogen hat. „Arbeitgeber verstehen das normalerweise und versuchen darauf eine angemessene Antwort zu finden, soweit dies möglich ist. In diesem Fall können Sie sowieso nicht erwarten, dass die Leute bleiben.“

5. Seien Sie stark

„Ich habe schon Leute gesehen, die Gegenangebote angenommen haben, nur weil sie sich gefürchtet haben, ‚Nein‘ zu ihrem Chef zu sagen“, erzählt Sparrow. „Es ist unvermeidlich, dass sie innerhalb der nächsten zehn Monate gehen. Das Vertrauen ist dahin und das Verhältnis wird nie wieder wie früher. Seien Sie also mutig, sobald Sie sich einmal zum Gehen entschlossen haben.“

6. Schimpfen Sie nicht über Ihren Arbeitgeber

Abgesehen von offensichtlichen Vorgängen – wie der Abwicklung ganzer Geschäftsbereiche – sollten Sie sich niemals abfällig über Ihren alten Arbeitgeber äußern. „Konzentrieren Sie sich auf die positiven Aspekte Ihres Wechsels: neue Kompetenzen, Karrieremöglichkeiten, ein anderer Ort oder die Familie und nicht über die Nachteile Ihrer aktuellen Situation. Sprechen Sie auch nicht vom Geld, schimpfen und jammern Sie nicht“, rät Desmarescaux.

7. Lindern Sie den Schmerz Ihres Arbeitgebers

Unternehmen Sie alles Ihnen Mögliche, um einen sanften Übergang zu gewährleisten. Erledigen Sie nicht einfach Ihre alltägliche Arbeit während Ihrer Kündigungsfrist. Stattdessen empfiehlt Personalberater Adrian Choo von CTPartners in Singapur einen konkreten Übergabezeitplan zu erstellen. „Denken Sie genau darüber nach, wie Sie helfen können. Können Sie bleiben, bis ein wichtiges Projekt erledigt ist? Können Sie helfen, einen Ersatz zu finden? Achten Sie darauf, dass Ihr Vorgesetzter während der Übergabephase nicht das Gesicht verliert und beachten Sie die wichtigste Regel: Rechnen Sie damit, dass Sie irgendwann, irgendwo noch einmal auf diese Leute treffen werden.“

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