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Auf dem Weg zum Managing Director bringt ein MBA mehr als ein CFA

Mit einem MBA steigen die Chancen, an die Spitze zu gelangen.

Mit einem MBA steigen die Chancen, an die Spitze zu gelangen.

Es handelt sich um eine unendliche Debatte: Was bringt eine Banking-Karriere besser voran – ein MBA oder ein CFA? Ein MBA von einer der Top-Business Schools kostet ein kleines Vermögen und bedeutet oft, dass Sie Ihren Job für ein zweijähriges Studium aufgeben müssen. Bei einem CFA ist beides nicht erforderlich. Doch auf lange Sicht stellen sich gravierende Unterschiede heraus, wie sich aus unserer Recherche ergibt.

Dazu haben wir 17.266 Lebensläufe von Kandidaten in der eFinancialCareers-Datenbank untersucht, die mehr als zehn Jahre Berufserfahrung mitbringen und im Front Office in Sales, Trading oder der Investment Banking Division arbeiten. Weiter haben wir untersucht, ob sie es bis zum Managing Director gebracht haben und ob sie im Laufe ihrer Karriere einen MBA oder CFA absolviert haben. Die Ergebnisse sind jedenfalls aufschlussreich.

CFA MBA

Desto höher jemand in der Hierarchie einer Investment Bank aufsteigt, desto eher zahlen sich die 150.000 und mehr Euro für den MBA-Abschluss eines erstklassigen Anbieters aus, während der CFA zurückfällt.

Wie so oft sind die Ergebnisse jedoch mit einer Prise Vorsicht zu genießen. Denn zwischen einem Kandidaten, der nur einen der drei Level absolviert hat, und einem vollständigen Charterholder besteht ein gravierender Unterschied. Weiter wird hier nicht zwischen den unterschiedlichen MBA-Anbietern unterschieden. Wer also an renommierten Business Schools wie Columbia, Wharton, Harvard oder der London Business School studiert hat, dürfte beim Aufstieg zum Managing Director häufiger zum Zuge kommen als Alumni eines unbekannten Anbieters.

Obgleich die Banken die Einstellungen von MBA-Absolventen zurückfahren – besonders in Sales & Trading, beteuern die Business Schools, dass die Banken von ihnen auch weiterhin die Führungskräfte von Morgen anheuern würden. „Ein MBA unterscheidet sich von einem CFA darin, dass er nicht nur die für den Job erforderlichen Fachkenntnisse vermittelt. Vielmehr geht es darum, die Persönlichkeit zu entwickeln und eine Kompetenzbreite zu erlernen, wie sie für eine Führungskraft erforderlich ist“, sagt Christian Dummet, der an der London Business School (LBS) als Karriereberater für Finanzberufe fungiert. „Wenn Banken MBA-Absolventen einstellen, dann geht es ihnen um ihre künftigen Managing Directors. Daher wird es immer einen Bedarf an ihnen für ihre Associate-Jahrgänge geben – besonders in der Investment Banking Division.“

Doch laut Heather McGregor, die selbst die LBS absolvierte und früher als Bankerin gearbeitet hat, verfügt auch der CFA über seine Vorzüge. „Ein MBA von einer Business School weist nicht den gleichen Wert wie ein MBA von einer anderen Business School auf“, betont McGregor. „Dagegen verhält es sich mit einem CFA-Charter wie mit einem Big Mac: Er ist überall gleich und es handelt sich um die einzige Qualifikation in den Finanzdienstleistungen, die wirklich global ausfällt.“

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