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Das ultimative Ranking: Welche deutsche Bank in 2014 am besten zahlte

Its raining money

Das erste Quartal nähert sich dem Ende und dennoch haben es noch nicht alle Banken geschafft, ihre Geschäftszahlen für 2014 vorzulegen. Andere haben nur ausgewählte Daten veröffentlicht und nicht die kompletten Jahresabschlüsse. Dennoch wollen wir jetzt die wichtigsten Kennzahlen für 2014 in unserem traditionellen Banking bündeln: Welche Bank hat in 2014 am besten gezahlt und wo sind die Mitarbeiter ihre Geld auch wert. Wir werden diese Aufstellung später sukzessive aktualisieren.

 

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Die bestzahlende Bank war – wie nicht anders zu erwarten – die Deutsche Bank, die für jeden Beschäftigten durchschnittlich rund 127.500 Euro springen ließ, dicht gefolgt von der winzigen Baader Bank aus Unterschleißheim bei München mit gut 127.000 Euro. Bei diesen Werten handelt es sich um den Personalaufwand pro Kopf, der neben Gehältern und Boni auch noch Sozialabgaben umfasst. Die tatsächlichen Bruttovergütungen dürften also um etwa 20 Prozent niedriger ausfallen.

Am unteren Ende des Ranking rangieren erwartungsgemäß die Retail-Spezialisten. Die über 165.000 Beschäftigten der Volks- und Raiffeisenbanken müssen sich mit durchschnittlich gut 53.000 Euro begnügen und die rund 4500 Mitarbeiter der Targobank mit etwa 58.000 Euro. Womöglich sind diese Zahlen indes nicht teilzeitbereinigt, so dass die tatsächlichen Werte etwas höher liegen.

Dennoch bleibt der Vergütungsabstand zwischen dem Filialgeschäft und dem Investment Banking immens. So lässt die Deutsche Bank für ihre Investment Banker durchschnittlich etwa 210.000 Euro springen. In diesen Zahlen sind die Beschäftigten in Back und Middle Office bereits enthalten. Ohne sie würde der Abstand noch viel größer ausfallen.

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Doch sind diese hochbezahlten Mitarbeiter auch ihr Geld wert? Hier bleiben Zweifel angebracht, wie die Vorsteuerergebnisse pro Kopf belegen. Unter den Gesamtbanken liegt hier HSBC Trinkaus mit rund 80.600 Euro vorn – gefolgt von der HVB mit gut 60.000 Euro.

Beim Vergleich der einzelnen Sparten zeigt sich, dass die Deutsche Bank anscheinend bei der Vergütung ihrer Beschäftigten unterschiedliche Maßstäbe anlegt. So generierte jeder Beschäftigte des Global Transaction Bankings der Deutschen Bank einen Vorsteuergewinn von rein rechnerisch gut 102.000 Euro. Der Personalaufwand pro Kopf liegt dort bei gut 107.000 Euro. Es besteht also ein Verhältnis von annähernd 1:1. Ganz anders im Corporate & Investment Banking: Dort generierte jeder Beschäftigte einen Vorsteuergewinn von knapp 113.000 Euro, während der Personalaufwand pro Kopf bei etwa 210.000 Euro liegt. Das Verhältnis beläuft sich hier also auf bald das Doppelte – und das obwohl auch das Risiko des Investment Bankings deutlich über dem des Transaction Bankings liegt.

Noch aufschlussreicher ist das Aufwands-Ertrags-Verhältnis der Banken. In dieser Disziplin geht der erste Platz an die BayernLB mit 49,7 Prozent. Die Münchner mussten für jeden Euro Ertrag also keine 50 Cent auf den Tisch legen. Auch die Volks- und Raiffeisenbanken scheinen mit einer Aufwandsquote von 65,9 Prozent die Kosten im Griff zu haben.

Auf dem letzten Platz landete hier ausgerechnet die Deutsche Bank mit 86,7 Prozent. Wenn die beiden Konzernchefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen in Kürze eine neue Strategie für den Bankenkoloss verkünden, dann dürfte um den beherzten Ansatz des Rotstifts kein Weg vorbei führen.

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