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Bei Credit Suisse können nur die Asset Manager lachen – Erster Personalabbau im Investmentbanking

Bei der Credit Suisse purzelte der Vorsteuergewinn in 2010 um 24 Prozent auf 5,233 Mrd. Franken, was auch die Mitarbeiter zu spüren bekommen. So sanken die Personalkosten um 2 Prozent auf 14,56 Mrd. Franken, obgleich die Bank die Zahl ihrer Mitarbeiter um 5 Prozent auf 50.100 Beschäftige steigerte. Für jeden Mitarbeiter wandte die Credit Suisse somit gut 290.000 Franken auf, was 7,3 Prozent weniger sind als im Vorjahr.

Laut Konzernchef Brady Dougan wurde der Bonuspool für das abgelaufene Quartal um 25 Prozent zusammengestrichen. Im Gegenzug wurden jedoch die Fixgehälter angehoben.

Investmentbanker kassierten 388.000 Franken (-13 Prozent)

Durch die Turbulenzen an den Märkten halbierte sich der Vorsteuergewinn im Investmentbanking nahezu auf 3,531 Mrd. Franken. Bei den Kosten sparte die Credit Suisse jedoch nur moderat. So verringerte sich der Personalaufwand lediglich um 7 Prozent auf 8,033 Franken. Da jedoch die Bank im Jahresverlauf 1300 zusätzliche Investmentbanker anheuerte, entfielen auf jeden Mitarbeiter durchschnittlich nur noch etwa 388.000 Franken, was 13 Prozent weniger sind als in 2009. Laut Finanzvorstand David Mathers wurde im Investmentbanking im vierten Quartal bereits wieder Personal abgebaut.

Asset Manager streichen 373.000 Franken ein (+6 Prozent)

Dagegen dürfen sich die Asset Manager freuen, denn nur in diesem Geschäftsbereich kassieren die Mitarbeiter mehr als in 2009. Der Personalaufwand pro Kopf kletterte um gut 6 Prozent auf etwa 373.000 Franken, womit die Asset Manager fast genauso viel verdienten wie ihre Kollegen aus dem Investmentbanking. Allerdings konnte das Asset Management seinen Vorsteuergewinn im vergangenen Jahr von 35 auf 503 Mio. Franken vervielfachen konnten.

Private Banker erhalten 185.000 Franken (-3 Prozent)

Der Vorsteuergewinn im Private Banking sank indes um 6 Prozent auf 3,426 Mrd. Franken, womit die Private Banker fast genauso viel erwirtschafteten wie das Investmentbanking. Den Nettoneugeldzufluss bezifferte die Bank auf 69 Mrd. Franken. Dennoch müssen auch die Private Banker den Gürtel enger schnallen. Der durchschnittliche Personalaufwand pro Kopf verminderte sich um 3,3 Prozent auf etwa 185.000 Franken. In diesem Bereich ist jedoch auch das Geschäft mit Privat- und Geschäftskunden in der Schweiz angesiedelt, was diese Zahl nach unten drücken dürfte.

Kommentare (1)

Comments
  1. Die Deutsche Bank lässt für ihre Investmentbanker 373.000 Euro springen – das ist deutlich mehr als UBS und Credit Suisse zahlen. Wieso allerdings Goldman weniger zahlen soll, ist mir ein Rätsel.

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