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Internationaler Bankenverband: Bei den Boni lassen sich die Institute immer noch nicht in die Karten schauen

Nichteinmal die Hälfte der Banken veröffentlicht die Höhe und Verteilung ihrer Bonuszahlungen. Zu diesem Ergebnis kommt ausgerechnet eine Studie, die vom weltweiten Interessenverband der Banken, dem “Institute for International Finance” (IIF), in Auftrag gegeben wurde. Auch die Methode, wie die variablen Vergütungsbestandteile für hochbezahlte Führungskräfte ermittelt werden, blieben oftmals im Dunkeln.

Der IIF repräsentiert über 400 der wichtigsten Banken und Finanzdienstleister rund um den Globus und hat gemeinsam mit dem Wirtschaftsberatungsunternehmen Oliver Wymans jetzt eine Studie über den weltweiten Fortschritt bei den Vergütungsreformen vorgelegt, die als Folge der Finanzkrise eingeführt werden sollten. Für die Studie wurden 37 der weltweit führenden Finanzdienstleister untersucht, die immerhin 70 Prozent der weltweiten Wholesale-Erträge repräsentieren (also ohne Retail).

Trotz mangelnder Transparenz ist Ackermann voll des Lobes

Trotz dieser Kritik ist der IIF-Vorsitzende und Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann voll des Lobes: “Viele Banken haben notwendige und erforderliche Veränderungen in ihren Vergütungssystemen vorgenommen, indem sie die Regeln und Praktiken umgesetzt haben, die von den G20 aufgestellt worden sind. Obgleich es immer noch Gebiete gibt, in denen eine weitere Verbesserung erforderlich ist, ist der ermittelte Fortschritt höchst willkommen.”

Verfehlte Anreizstrukturen für Banker gelten als ein Hauptgrund für die Finanzkrise. Demnach hätten die alten Vergütungssysteme kurzfristiges Denken und hohe Risiken begünstigt. Daher streben G20 und der IIF Vergütungsstrukturen an, die dem nachhaltigen Erfolg der Banken Rechnung tragen.

Zeitverzögerte und aktienbasierte Auszahlungen haben sich deutlich erhöht

Auf diesem Weg seien die Banken einen großen Schritt vorangekommen. Laut der Studie hat sich der Anteil der zeitverzögert ausgezahlten Boni an den Gesamtvergütungen auf 39 Prozent verdoppelt. Überdies erfolgen nahezu 70 Prozent dieser Auszahlungen aktienbasiert, womit die Arbeitnehmer an den künftigen Erfolg des Unternehmens gebunden bleiben. 85 Prozent dieser Auszahlungen werden über drei oder mehr Jahre gestreckt.

Der Aufsichtsrat der Commerzbank Klaus-Peter Müller unterstrich die Bedeutung der Aufsichtsräte. Besonders die Vergütungskomitees hätten wichtiges bei der Kontrolle und der Verteilung der Boni geleistet.

Die gesamte Studie finden Sie hier

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