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Die Frankfurter Fixed Income-Junkies: Deutsche Bank ist Nummer 2 im weltweiten Investment Banking

Vom alten Kontinent scheint nur die Deutsche Bank in der Topliga der Investmentbanken mitzuspielen. Nach den neuen Daten des Marktforschungsinstituts Coalition schaffte es die Deutsche Bank beim Umsatz im globalen Investment Banking 2014 auf den zweiten Platz, den sie sich allerdings mit der Wall Street-Größe Goldman Sachs teilt. Damit musste sich die Truppe um Deutsche Bank-Co-Chef Anshu Jain nur JP Morgan geschlagen geben. Credit Suisse und UBS schafften es indes nur auf die Plätze sieben und neun.

Bei genauerer Betrachtung zeigt dich allerdings, dass die Frankfurter in einzelnen Geschäftsbereichen recht unterschiedlich stark sind. So teilt sich die Deutsche Bank im Geschäft mit Anleihen, Währungen und Rohstoffen (FICC) den ersten Platz mit JP Morgan. Dies ist umso wichtiger als der Löwenanteil im weltweiten Investment Banking auf diesen Bereich entfällt. (Für eine Vergrößerung klicken Sie bitte auf die Grafiken.)

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Während die Deutsche Bank in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika (EMEA) sowie im asiatisch-pazifischen Raum der Marktführer ist, zählt der deutsche Branchenprimus in Amerika nicht einmal zu den zehn größten FICC-Anbietern. Generell fällt die relative Schwäche der Deutschen Bank in den USA auf, wobei es sich immerhin um den größten Investment Banking-Markt der Welt handelt.

Schwach scheint die Deutsche Bank auch im Aktiengeschäft aufgestellt zu sein. In den Sparten Cash Equities, Equity Derivatives, Prime Services und Futures & Options bringt es das Institut nicht einmal in die Top10. In der Investment Banking Division reichte es lediglich in Debt Capital Markets für den dritten Platz. Nichts macht deutlicher, wie abhängig die Deutsche Bank vom Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren ist.

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Freilich gilt dies nur bei einer globalen Perspektive. In ihrem Heimatmarkt, EMEA, reichte es auch im Aktiengeschäft für den ersten Platz, den sich die Frankfurter allerdings mit der französischen Großbank Socíeté Générale teilen muss. In der Investment Banking Division gelangte die Bank zumindest auf den dritten Platz.

Die beiden Schweizer Großbanken landen zwar nur auf den hinteren Plätzen, dennoch können sie in einzelnen Sparten sehr wohl punkten. So teilen sich Credit Suisse und UBS in Cash Equities den zweiten Platz und müssen sich damit nur Morgan Stanley geschlagen gegeben. Die Credit Suisse schaffte es überdies bei Equity Derivatives und im Geschäft mit der Verbriefung von Krediten auf den zweiten Platz.

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