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IKB veröffentlicht Jahresabschluss: Lohnt sich die Arbeit bei dem Mittelstandsfinanzierer?

Der Hauptsitz der IKB in Düsseldorf.

Der Hauptsitz der IKB in Düsseldorf.

Mit der Schräglage der IKB kam die Finanzkrise 2007 in Deutschland an. Mittlerweile ist der Mittelstandsfinanzierer an den Finanzinvestor Lone Star verkauft und den Neuanfang gewagt worden. Damit stellt sich die Frage, ob sich die Arbeit für die IKB-Bank heute wieder lohnt. Ein Blick in den Jahresbericht gewährt hierbei interessante Einblicke. Anders als bei den meisten übrigen Banken endet das Geschäftsjahr bei der IKB Ende März, so dass die Ergebnisse erst am heutigen Mittwoch (18. Juni) vorliegen.

Der erste Blick bietet eine kleine Enttäuschung. So erwirtschaftete die IKB in 2013/14 gerade einmal einen Überschuss von 32 Mio. Euro. Im Vorjahr stand an dieser Stelle jedoch noch ein Minus von 143 Mio. Euro. Allerdings hat die IKB den „Fonds für allgemeine Bankrisiken“ mit stolzen 402 Mio. Euro aufgefüllt und damit ihr Eigenkapital gestärkt.

Erstaunlich ist hingegen die starke Abhängigkeit des Mittelstandsfinanzierers vom Zinsgeschäft. So belief sich der Zinsüberschuss im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 310 Mio. Euro. Im Vorjahr waren es noch 100 Mio. Euro weniger gewesen. Die IKB führte dies auf günstigere Refinanzierungskosten zurück. Dagegen spielen der Provisionsüberschuss und das Handelsergebnis mit 29 bzw. 6 Mio. Euro nur eine untergeordnete Rolle.

Bei der Bezahlung der Mitarbeiter kann sich die Bank durchaus sehen lassen. Für ihre 1442 Angestellten ließ der Konzern im alten Geschäftsjahr 138,5 Mio. Euro an Löhnen und Gehältern springen. Hieraus errechnet sich ein Bruttojahresgehalt von durchschnittlich rund 96.000 Euro. Die Sozialabgaben des Arbeitgebers sind hierin noch nicht berücksichtigt.

Weiter fielen im Geschäftsjahr 2013/14 drei Dutzend Stellen weg. Laut dem Geschäftsbericht verstärkte die Bank jedoch ihr Sales-Team im Marktbereich. Ein weiterer Personalaufbau in diesem Bereich ist laut einem Unternehmenssprecher nicht geplant.

Laut einem Branchenbeobachter habe die IKB in den vergangenen Jahren viel Personal angeheuert und zahle auch gute Gehälter. „Allerdings bin ich ein wenig skeptisch bezüglich ihres Geschäftsmodells. Die hängen immer noch zu sehr von dem historischen Kreditportfolio ab“, sagt der Experte. Man habe versucht darauf neue Geschäftsbereiche aufzusetzen, aber das trage noch keine signifikanten Früchte.

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